Informationen zum Bild
Bild vergrößern

So gelingen gute Bergfotos

Die tolle Aussicht auf die Gipfel ist nur ein Grund, warum man in die Berge geht. Auch der Moment, wenn die Sonne hinter den Gipfeln untergeht, ist den weiten Weg wert. Noch schöner ist er, wenn man ihn als Foto festhalten kann. Ein gutes Foto ist dabei nicht immer nur mit einer guten Kamera möglich – auch wenn es natürlich besser ist, wenn man Dinge wie Blende, Belichtungszeit oder die Helligkeit selber einstellen kann. In erster Linie ist ein gutes Bild jedoch abhängig vom Motiv und der Perspektive. Und gerade hier machen viele Hobby-Fotografen Fehler, die man leicht vermeiden kann.

Vordergrund
Typische Bergfotos sind einfach nur ein Gipfel oder eine spektakuläre Wand. Dies sieht in natura spannend aus, auf einem Foto wirkt es oft eher langweilig. Der Grund: Der Vordergrund ist leer und dadurch fehlt dem Bild die Tiefenwirkung. „Vordergrund macht Bild gesund“ ist der Wahlspruch von Profi-Bergfotograf Bernd Ritschel. Egal ob es ein Wegzeiger, eine Blume, ein Stein oder der Kamerad ist, ein Motiv im Vordergrund verleiht jedem Bergfoto mehr Spannung. Noch besser ist es, wenn man die drei Ebenen, Vorder-, Mittel- und Hintergrund gefüllt hat. Besonders gut lässt sich dadurch auch mit der Schärfe spielen: Nicht immer muss der Berg scharf abgezeichnet sein im Bild.

Diagonalen suchen
Diagonalen sorgen für Spannung im Bild. Gerade in den Bergen sollte man problemlos Schrägen finden. Wenn etwas nicht eben ist, bekommt das Foto direkt mehr Bewegung. Am besten beginnt eine Diagonale in einer Ecke des Bildes und führt zum Hauptmotiv hin. Das verleiht dem Ganzen viel mehr Dynamik. Markante Linien wie Pfade oder eine Felswand können einem Bergfoto diese Diagonalen verleihen.

Perspektiven wechseln
Eine neue Perspektive gibt jedem Bild neue Spannung. Nichts ist langweiliger, als immer aus dem gleichen Blickwinkel zu fotografieren. Wanderer von unten (Froschperspektive) oder eine Felswand von oben (Vogelperspektive) können für neue und bisher unbekannte Eindrücke sorgen. Zudem kann man so auch etwas in den Vordergrund rücken, was sonst nur am Rand bemerkt werden würde. Durch die Froschperspektive kann man beispielsweise Bergblumen als Vordergrund nutzen. Dazu zählt auch, dass man ruhig an ein Motiv auch mal näher heran geht oder nur einen wichtigen Ausschnitt fotografiert statt immer das Ganze abzulichten.

Weg von der Mitte
Liegt das Hauptmotiv in der Bildmitte, kommt schnell Langeweile auf. Wenn ihr das Motiv hingegen an den Rand versetzt (ca. 1/3 des Bildes), bekommt das Foto direkt mehr Spannung und mehr Bewegung. Die alten Griechen sprechen hier vom „goldenen Schnitt“. Dieser besagt, dass das Bild jeweils durch zwei senkrechte und zwei waagrechte Linien geteilt wird. Dadurch ergeben sich vier Schnittpunkte. In einem oder mehreren dieser vier goldenen Punkten sollten wichtige Motive des Bildes liegen.

Licht und Schatten
Für ein gutes Bild lohnt es sich auch einmal, früh aufzustehen. Denn wenn die Sonne den Horizont streift, entstehen viel schönere Farben und interessante Schattenspiele. Fotografiert man mittags, wirkt das Bild eher flach und farblos. Die beste Tageszeit zum Fotografieren ist immer dann, wenn die Sonne noch nicht oder nicht mehr steil am Himmel steht: Früh am Morgen und am Nachmittag ist die beste Zeit für facettenreiche Landschaftsaufnahmen mit abwechslungsreichem Farbspiel. Das gilt zumindest für Aufnahmen in Frühjahr, Sommer und Herbst. Die Bilder bekommen mehr Tiefe, die Farben werden intensiver und facettenreicher. In den Bergen können auch sehr stimmungsvolle Motive bei Sonnenuntergang entstehen, wenn die Silhouette der Berge im Abendrot liegt. Dann verwandelt sich der Himmel bei Sonnenuntergang in ein Flammenmeer. Die intensive rötliche Färbung entsteht bei leicht bewölktem Abendhimmel, wenn die Sonne kurz vor oder auch kurz nach dem Sonnenuntergang sehr tief steht.

Und nun: viel Spaß beim nächsten 'Shooting' in den Bergen!


Autor: Christian Riedel, Text von bergleben.de

 

Kinder: 2 - 12 Jahre
Babys: unter 2 Jahre
Bitte beachten Sie bei der Auswahl der Personenzahl, dass auch Kinder und Jugendliche als volle Personen gelten.

Unterkünfte finden

Anreise
Abreise
Erwachsene
Erweiterte Suche

Newsletter

Graubünden Ferien Schweiz