Wenn in den Höhen noch Schnee liegt kehre ich immer wieder in die Rheinschlucht (Ruinaulta) zurück. Von Trin Mulin, unterhalb Flims, geht`s in die Rheinschlucht, bis nach Valendas oder sogar nach Ilanz. Im Mai, wenn das Klima stimmt, können wir hier die seltenen Orchideen Frauenschuh betrachten. Oft stehen sie stolz direkt neben dem Wanderweg. Jedes Mal begeistern mich auch die bis zu 300 Meter hohen Sandsteinfelsen, die Ruinas. Durch die Schlucht führt nur ein Wanderweg und der Zug. Diesen empfehle ich auch wärmstens für den Rückweg. Die Bahnstrecke durch die Rheinschlucht wird übrigens auch vom weltberühmten Glacier-Express befahren.

Hier erwartet uns eine gemütliche Wanderung im Herzen des Unterengadins - besonders gemütlich, wenn Sie die Tour auf 2 Tage aufteilen und unterwegs übernachten. Die Tour führt uns auf die blühenden Unterengadiner Sonnenterrassen, welche zwischen 1200 und 1650 Metern über Meer liegen. Alle Dörfer auf unserem Weg empfangen uns mit bunt bemalten (Sgraffito) und unter Denkmalschutz stehenden Häusern und aus jedem Brunnen fliesst herrlich erfrischendes Trinkwasser. Ganz besonders schätze ich den Ausblick von Guarda und die Momente, wenn ich einen Blick auf den smaragdgrünen Inn erhaschen kann (z.B. von der Restaurant-Terrasse des Hotel Meissner in Guarda.) Falls Sie eine Grillade im Rucksack mitführen, dann folgen sie in Guarda oder Bos-cha dem Wegweiser "Schweizer Familie Feuerstelle". Nordöstlich von Ardez finden wir die Ruine Chanoua. In Ftan erreichen wir die zweite und wohl schönste Sonnenterasse im Unterengadin, im Hotel Paradies, bevor uns unser Weg nach Scuol hinunter führt. Sehenswerte kleine Seen unterwegs: Lai da Pesch in Ftan mit Feuerstelle, Il Lai in Ardez, Lajet in Guarda.
Wenn unsere Gäste in der Schweiz südliches Ambiente möchten, reisen sie meistens ins Tessin. So viel zu den längst verratenen Geheimnissen. Auch in Graubünden können Sie diesen Kontrast erleben. Fahren Sie mit dem Berninaexpress vom Engadin vorbei am höchsten Berg Graubündens, dem Piz Bernina, bis nach Poschiavo. Dort empfehle ich Ihnen einen Streifzug durch die engen Gassen und malerischen Plätzen des Städtchens. Bereits im Frühling haben die Gelaterias geöffnet. Nun gehts mit dem Zug nach Le Prese und von dort starten Sie zur herrlichen Umrundung des Lago die Poschiavo. Die italienische Grenze ist keine sechs Kilometer Luftlinie entfernt.