Rucksäcke, egal ob Trekking- oder kleiner Tagesrucksack, sind die idealen Begleiter für eine Flucht in die Berge. Für jede Wanderung gibt es den passenden Rucksack. Wer mehrtätiges Trekking machen möchte, ist gut bedient mit einem voluminösen Trekkingrucksack, wer dagegen am Wochenende die Alpen und ihre Hütten erkunden möchte, ist mit einem Wanderrucksack bis 40 Liter ausreichend gerüstet. Wie alles im Outdoor-Bereich werden auch die modernen Rucksäcke immer leichter und vor allem funktioneller.
Entscheidend sind die Einsatzkritierein
Geländeform
In unwegsamem, steilem Gelände sind sicherer Sitz und schlanker Schnitt von größter Wichtigkeit. In leichtem Gelände ist eine bessere Belüftung von Vorteil.
Art der Fortbewegung
Bei einer längeren Trekkingtour sind Tragekomfort und geringes Gewicht entscheidend.
Volumen und Gewicht des Rucksacks
Bei größeren Touren abseits der Zivilisation braucht man entsprechend mehr Gepäck und der Rucksack muss das Mehrgewicht verkraften können.
Sportartgerechte Ausstattung
Achten Sie darauf, dass benötigte Utensilien befestigt werden können. Hat der Eispickel Platz? Kann ich einen Helm gut anbrigen, ein Seil verstauen?
Wanderrucksäcke
Tages und Wanderrucksäcke mit bis zu 40 Liter Volumen. Die Aero-Systeme bieten einen sehr guten Tragekomfort und eine hervorragende Belüftung. Ein vorgespanntes Netz, luftige Schaumstoffpolster oder Schaumrippen sorgen für Abstand zum Rücken und gute Luftzirkulation. Sollen mehr als ca. 8 kg transportiert werden, ist ein Trekking- oder Tourenrucksack vorzuziehen. Größere Volumen als ca. 30 Liter dienen vor Allem als Reserve-Stauraum für sperriges Gepäck.
Mit Innengestell für leichtere Trekkingtouren
Wenn mehr als 10 kg über längere Zeit geertragen werden sollen, führt kein Weg am Trekkingrucksack vorbei. Mit Volumen ab 45 Liter aufwärts, oft bis zu 70 Litern, Hüftgurt, Innengestell und Schulterriemen sind sie möglichen Lasten bis ca. 20 kg angepasst.
Kletter- und Tourenrucksäcke
Mit bis zu 50 Litern Volumen sind sie deutlich größer als Tagesrucksäcke. Sie zeichnen sich durch extrem sicheren Sitz (Körperkontakt) und eine sehr hohe Bewegungsfreiheit aus - die richtige Wahl bei bewegungsintensiven Aktivitäten wie Klettern, Skitouren, Hochtouren usw. Allerdings ist die Schweißverdunstung bei diesen Modellen durch den Kontakt am Rücken etwas eingeschränkt, dafür bleibt die Muskulatur warm. In der Regel sind die größeren Tourenpacks mit einem leichten Hüftgurt ausgestattet, der einen geringen Teil der Last auf die Hüfte überträgt. Hochwertige Modelle haben ähnlich aufwändige - und natürlich schwerere - Tragesysteme wie ihre Trekkingbrüder.
Rucksäcke für höchste Ansprüche
Hochwertigste Innen- und Außengestell-Rucksäcke, die auch mit Lasten von weit über 25 kg zurechtkommen und Tragekomfort bieten.
In dieser Kategorie werden die neuesten Entwicklungen und die besten Materialien eingesetzt und bei der Lastübertragung auf die Hüften wird der größtmögliche Wert gelegt. Für lange und extreme Touren, Expeditionen.
Um die Last optimal auf die Hüfte übertragen zu können, sind ein Rahmen oder Gestell zur Wirbelsäule und ein steifer Hüftgurt notwendig.
Das Tragesystem ist das Herzstück eines jeden Rucksack. Deshalb muss beim Kauf von grösseren Rucksäcken die Rückenlänge beachtet werden.
Um einen Rucksack richtig beurteilen zu können, muss er praxisgerecht mit 10- 20 kg beladen werden. Kompressionsriemen anziehen, um die Last im Rucksack zu fixieren, alle Riemen, die mit dem Tragesystem zusammenhängen, lockern und den Rucksack schultern. Der stramm angezogene Hüftgurt sollte in etwa mittig auf dem Hüftknochen aufsitzen, die Schultergurte nicht zu stark anziehen, evtl. den Brustgurt schließen und mit Lagekontroll- und Hüftgurtstabilisierungsriemen optimieren.
Praxistipp
Packen Sie Ihren Rucksack nie zu voll. Was zuhause ordentlich verpackt hineinpasst, kann beim mehrmaligen Rein- und rausnehmen viel Platz beanspruchen.