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Wanderungen

Wanderung Bergün-Albulatal (Rundwanderung)

Anmutige Rundwanderung durch Wiesen und lockeres Waldgelände
Höhenmeter Unterschied 200 m
Höchster Punkt 0 m ü.M.
Dauer Knapp 2 Stunden
Jahreszeit Frühsommer bis Spätherbst
Strecke
Bergün-Zwergenstein im Urmena Wald-Crestota-Bergün
Bewertung
Schwierigkeit
Kondition
Karte & Profil

Details

Wieder einmal sind wir in Verlegenheit, eine einigermassen stimmende Richtzeit anzugeben. Stille, heimatlich vertraut anmutende Winkel laden immer wieder zu beschaulichem Schlendern und zum Verweilen ein. Vom Bahnhof Bergün gehen wir hinunter ins Dorf. Auf dem grossen Platz beachten wir das vorbildlich renovierte Doppelhaus. Es ist charakteristisch für die Albula-Variante des Engadiner Haustypus. Zwei rundbogige Tore führen in die parallelen Durchfahrten an Stube, Küche und Vorratskammer vorbei zu Tenn und Scheune. Seitlich davon sind die tiefer gelegenen Tore zum Stall - und ursprünglich auch zum internen Mistplatz - angegliedert.

Wir gehen nun dorfaufwärts, bis wir zum nächsten Brunnenplatz kommen. Dort biegen wir rechts ab und queren die Albula. Ein gepflegter Weg nimmt uns an der Sägerei vorbei durch einen Wiesenplan aufwärts. Wir gehen unbedingt rechts am Skilifthäuschen vorbei. Kurze Waldstücke sorgen für Abwechslung, bis wir schliesslich von stattlichen Bäumen und moosüberwachsenen Steinen wie in ein Märchenland aufgenommen werden. Wir befinden uns auf dem Weg über Bellaluna nach Filisur. Aber aufgepasst: Schon bald winkt uns ein Wegweiser links aufwärts Richtung Crestota. Drei, vier Tritte verlangen unsere Aufmerksamkeit, und schon schreiten wir wieder ungezwungen über gewundenen Pfad. Überrascht stehen wir vor einem grossen Felsbrocken. Eine Sage erzählt, dass ein Zwergenvölklein aus Zorn über aufdringliche Bergüner diesen Felsen mit ungeahnter, gewaltiger Kraft gespalten habe. Wenig später folgt der Weg der Wiese Crestota. In der Nähe einer Trockenmauer gönnen wir uns eine Rast.

Von jetzt an halten wir uns konsequent an die Wegweiser des Naturlehrpfades. Er ist mit Umsicht angelegt und hält sich an die lieblichsten Stellen: Waldrand, lichter Hain und das Schlüchtlein der Albula. Bei der Brücke schliesst sich der Kreis unserer Wanderung. Wer Zeit hat, wird der evangelischen, gotischen Pfarrkirche noch eine Viertelstunde gönnen. Sie ist reich ausgemalt.

An-/Abreise mit dem öffentlichen Verkehr

Mit der Bahn nach Bergün

Das Ortsmuseum Bergün

Das volkskundliche Museum Bergün ist ein kulturelles Zentrum. Als es 1991 eröffnet wurde, hatte es bereits eine lange Geschichte hinter sich. 1959 wurde die Museums-Stiftung gegründet. Zweiundzwanzig Jahre später machte eine grosszügige Spende endlich den Kauf des heutigen Museums möglich. Eine umsichtige Bau- und eine fleissige Finanzkommission sorgten schliesslich für die Realisierung.

Es ist ein typisches. Engadinerhaus aus der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts. Alle wichtigen Merkmale sind im Haus integriert. Die Einrichtung ist originalgetreu. Wertvolle Decken und Täfer aus dem 18. Jahrhundert in der Stube, der Kammer und auch der Oberstube verdienen unsere Aufmerksamkeit. Die halbrunde Wendeltreppe ist bergünische Spezialität. Das Museum steht unter dem Schutz der Kantonalen Denkmalpflege.

In einzelnen Räumen begegnen Besucherinnen und Besucher einheimischem Schaffen aus früheren Zeiten. In einem besonders hübschen Raum ist die Gemeindebibliothek untergebracht. Die Arvenstube von 1782 dient als Trauzimmer. Im oberen Stockwerk befindet sich das wohl größte Eisenbahnmodell der Strecke Bergün – Preda, zeitweise mit fahrenden Zügen.

 Immer wieder öffnet das Museum die Tore für Ausstellungen naturkundlicher und kultureller Art, für Kurse, Vorführungen, Vernissagen, Apéros...

Das Museum steht unmittelbar links an der Dorfstrasse Richtung Kirche. Man verfehlt es nicht.

Variationen

Verschiedene Abstiegsmöglichkeiten nach Bergün

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