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Wanderungen

Wanderung Fidaz-Trin Mulin-Lag la Cresta-Flims

Über Wiesen und Weiden und durch Waldstücke verläuft diese kurze Wanderung am Rande des Ferienortes Flims.
Distanz 12.00 Km
Höhenmeter Unterschied 391 m
Höchster Punkt 1189 m ü.M.
Dauer 3:30 Stunden
Jahreszeit Frühling - Herbst
Strecke
Fidaz–Trin Mulin–Lag la Cresta–Flims
Bewertung
Schwierigkeit
Karte & Profil

Details

Diese ruhige und nicht anstrengende Rundwanderung beginnt in Flims Dorf bei der Post, sofern man nicht die bequeme Anfahrt nach Fidaz mit dem Regioalbus bevorzugt. Man steigt hinter dem Hotel Vorab hinauf zur nächsten Strassenkreuzung, wo man bereits den Beginn des Wanderweges findet, der mit Abkürzungen nach Fidaz führt. Bei der romanischen Kirche folgt man weiter der Fahrstrasse, wobei man zu den braungebrannten Holzhäusern des Dorfes gelangt. Fidaz gehörte in früheren Jahrhunderten, wie mancher andere Ort in Graubünden, den «freien Walsern». Verschiedene Flur-, aber auch Geschlechtsnamen am Ort erinnern an diese Zeit, als die Einwohner noch nicht romanisiert waren. In diesem Strassendorf wurde der bei den Rätoromanen geschätzte Dichter Gian Fontana geboren (1897–1935). Vom Dorf aus hat man eine schöne Sicht auf die Umgebung von Flims, besonders auf das ausgedehnte Gebiet des vorgeschichtlichen Bergsturzes.

Bei der nächsten Häusergruppe zweigt ein Feldweg rechts ab und führt über die Wiesen zum Wald Uaul da Fidaz. Dabei überquert man einen Teil des Geländes, das im Frühling 1939 von einem Bergsturz bedeckt wurde. Dieser zerstörte ein Kinderheim und forderte 11 Menschenleben. Noch heute sieht man oben in der Felswand des Crap da Flem die Anrissstelle des Sturzes. Bei Pt. 1147 trifft man auf den Weg, der von Bargis herunterkommt, und folgt ihm zu den Häusern von Trin Mulin, das am oberen Rand einer grossen Ebene liegt. Blickt man nach Norden, sieht man einen mächtigen Felskegel hoch über den Wald herausragen. Dort oben stehen die Reste der Burg Belmont, des Sitzes jener Herren, die über Flims und weite Teile der Surselva herrschten. Man wandert westwärts unterhalb der Häuser und der Kantonstrasse weiter, um nach dem Wiesengelände den Flem zu überschreiten. Kurz darauf steht man am Ufer des einzigartigen Sees Lag la Cresta, eines der verschiedenen Waldseen des Flimserwaldes. Eingebettet zwischen dunklen Tannen, bietet dieses Gewässer ein Bild wie aus dem Märchenbuch, und es verwundert nicht, dass sich alte Sagen um dieses Naturwunder ranken. Vom Nordufer des Sees führen zwei Wege durch Wald und Lichtungen empor: einer nördlich, der andere südlich; beide treffen sich bei den Wiesen von Rens. Von dort kann man weiter nach Flims Waldhaus emporsteigen oder, rechts abbiegend, nach Flims Dorf gelangen.

 

Gasthaus unterwegs:

Crestasee (Saison nur im Sommer) Tel. 081 911 11 27

An-/Abreise mit dem öffentlichen Verkehr

Anreise: Mit dem Postauto bis Flims Dorf

Abreise: Mit dem Postauto ab Flims Dorf

FIDAZ

Am Fusse des Crap da Flem (Flimserstein) liegt die zur Gemeinde Flims gehörende Fraktion Fidaz. Obwohl ein ausgesprochenes Strassendorf, ist sie eine mitten im rätoromanischen Sprachgebiet liegende Walsersiedlung, die im Laufe der Zeit romanisiert wurde (typisch für die Walser war die Streusiedlung, die sich deutlich von den geschlossenen rätoromanischen Dörfern abhebt). Das Kirchlein beim Dorfeingang ist 830 erwähnt; der heutige Bau in romanischem Stil stammt aus der Zeit um 1200. Sie besitzt einen malerischen Turm mit offenem Glockengeschoss sowie eine hübsche Apsis. Am anderen Dorfende steht die Casa Martin pign (Haus des kleinen Martin), ein typischer Strickbau von 1523.

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