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Wanderungen

Wanderung Flims–Bargis–Crap da Flem–Fil da Cassons

Der Aufstieg zum mächtigen Flimserstein ist recht anstrengend, doch die Mühe wird oben mit einer schönen Rundsicht belohnt.
Distanz 17.00 Km
Höhenmeter Unterschied 1551 m
Höchster Punkt 2634 m ü.M.
Dauer 6 Stunden
Jahreszeit Sommer
Strecke
Flims–Bargis–Crap da Flem–Fil da Cassons (–Flims)
Bewertung
Schwierigkeit
Karte & Profil

Details

Diese Wanderung ist besonders für Leute gedacht, die einen «wackeren» Aufstieg bevorzugen. Man kann sich die Wanderung erleichtern, indem man den Bus von Flims nach Bargis benützt oder von Flims nach Naraus mit der Sessel- und weiter nach Fil da Cassons (Cassonsgrat) mit der Luftseilbahn fährt und die Wanderung in der Gegenrichtung ausführt. Der Weg beginnt in Flims Dorf bei der Post und führt auf Abkürzungen hinauf nach Fidaz. Hier wandert man weiter auf dem Trottoir der Fahrstrasse bis zum Ortsende, sofern man nicht die schönere Route wählt, die vom Kirchlein in Fidaz nach Scheia emporführt, von wo der Wanderweg horizontal, später durch die Wiesen zur Abkürzung verläuft, die bei den letzten grossen Kehren des Fahrweges nach Bargis einmündet. Wenn der Engpass bei Pt. 1552 erreicht ist, öffnet sich dem Wanderer ein überraschender Anblick. Zwischen den Kalkwänden des Crap da Flem und den Steilhängen von Lavadignas breitet sich eine grüne Ebene aus, die vom Bach Aua da Mulins durchflossen wird. Rechts schweift der Blick weit hinauf bis zum Gipfel des Ringelspitz, und im Hintergrund dehnen sich die Alpweiden der Gemeinde Trin aus. Von dort führt die Fuorcla dils Sax hinüber zur Sardonahütte SAC und ins sanktgallische Calfeisental. Flims besitzt seine Alpweiden auf der grossen Fläche des Crap da Flem. Um dorthin zu gelangen, benutzt man den schier unglaublich steilen Weg, der von Bargis durch Felsen emporführt. Dieser wurde 1645 erbaut und 1867 verbessert, ist sehr steinig und ziemlich anstrengend. Oben angelangt, befindet man sich nahe bei den Alphütten der Tegia Gronda, von wo aus eine Materialseilbahn nach Fidaz hinunterfährt. Das Material ist Milch, welche in grossen Mengen Absatz findet; der Ort ist 1875 als «Luft-, Molken- und Badekuranstalt» aus der Taufe gehoben worden. Schaut man von Fidaz zur Felswand des «Crap» empor, entdeckt man an einer Stelle grosse rote Flecken. Diese verbinden sich mit einer uralten Sage aus der Zeit, da die Glarner hierherkamen, um Vieh zu stehlen. Als diese wieder einmal auf der Alp erschienen, begab sich der Senn an den Rand der Felswand und blies so mächtig in das Alphorn, dass sein Herz zersprang und das Blut über die Felsen rann. Es ist heute noch sichtbar. Die Melodie, die er blies, «Gion Paul da Flem stai si», kennt jeder rechte Flimser immer noch ... Von den Alphütten steigt man über die Weiden aufwärts, betrachtet die reiche Alpenflora im Sommer besonders das Edelweiss, das ausnahmslos auf Kalkboden gedeiht und erreicht den langen Bergrücken, welcher den Crap da Flem abschliesst. Zwei Wege führen dorthin: der eine links über Ils Lags (die Seen) direkt nach Fil da Cassons, der andere rechts empor zur hintersten rechten Ecke, von wo man eine grandiose Sicht auf die ganze Umgebung geniesst, weit hinunter in die Täler und darüber hinaus auf die unendlich scheinende Bergwelt Graubündens. Beinahe noch eindrücklicher ist der Blick auf die nähere Umgebung, direkt hinunter in die Tiefe zur Alp Raschaglius, hinüber zur nahen Gruppe des Ringelspitz, zum Piz Dolf und zum Piz Segnas, oder nach Westen zum Vorab und weiter über die Tödikette hin. Ganz links am Bergrücken befindet sich die gleichnamige Bergstation der Luftseilbahn, Fil da Cassons (Cassonsgrat), die dem Wanderer die Mühe des Abstiegs erspart, indem sie ihn nach der Alp Naraus bringt, von wo er mit dem Sessellift via Foppa wieder nach Flims gelangt. Gasthaus unterwegs: Bargis Tel. 081 911 11 45

An-/Abreise mit dem öffentlichen Verkehr

Anreise: Mit dem Postauto bis Flims Dorf

Abreise: Mit dem Postauto ab Flims Dorf

FLIMS/FLEM

Der wichtigste Ferienort der Surselva liegt auf 1081 m ü.M. und wird auf guten Strassen von Chur und von Ilanz her erreicht. Wie andere einstige Bauerndörfer Graubündens hat auch Flims einen gewaltigen Wandel erfahren. Neben Hotels und vielen Ferienhäusern finden sich alle Einrichtungen für eine Touristenregion: Sessel- und Luftseilbahn zum Fil da Cassons und Lifte in Richtung Vorab sowie mitten im Wald einige schöne Seen, von denen der Lag la Cauma ein Badeerlebnis verspricht. Während in Flims Dorf nur wenige Hotels stehen, befindet sich der eigentliche Ferienort in Flims Waldhaus, in idyllischer Lage. Im Dorf sind zu erwähnen die reformierte Kirche, um 830 urkundlich bezeugt, ein Neubau von 1512 in spätgotischem Stil, sowie das Capol-Schlösschen aus dem Jahre 1682 (heute Rathaus); die Familie Capol hat früher eine wichtige Rolle in der Region und in den Drei Bünden gespielt. In Unter-Waldhaus steht eine der ältesten Gastwirtschaften Graubündens, die «Alte Post» aus dem Jahre 1588 (heute in Privatbesitz).

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