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Wanderungen

Wanderung Le Prese (Rundwanderung)

Rundwanderung um den Lago di Poschiavo
Höhenmeter Unterschied 0 m
Höchster Punkt 0 m ü.M.
Dauer 2 Stunden
Jahreszeit Frühling bis Spätherbst
Strecke
Le Prese-Miralago-Le Prese
Bewertung
Schwierigkeit
Kondition
Karte & Profil

Details

Wir wandern hinter dem direkt am See gelegenen Hotel Le Prese vorbei dem nördlichen Ufer des Puschlaversees entlang. Der Weg führt durch einen parkartigen, lichten Wald, der freien Ausblick über den See ermöglicht. Wir überqueren den Poschiavino, der hier in den See einmündet, und umgehen in weitem Bogen das Areal des Kieswerks. Immer am Ufer des Sees bleibend wandern wir nun über freies Gelände. Zwei kleine Tunnel sorgen für zusätzliche Abwechslung, sofern uns die Schönheit des Weges und der Landschaft nicht genügt. Das private Gelände eines kleinen Landgutes umgehen wir auf einem sehr reizvollen Wegabschnitt durch einen kleinen Birkenwald. Der Weg führt zurück ans Seeufer und bringt uns hinüber nach Miralago. Von dieser Häusergruppe aus hat man einen herrlichen Blick über den See und hinauf in die Berge des Berninamassivs.

Ein breiter, sehr gut unterhaltener Weg führt nun meist parallel zur Bahnlinie und wieder direkt am See auf der westlichen Seite nach Le Prese zurück.

Ebenso sehr ist es zu empfehlen, bei der Durchführung dieser Wanderung in Poschiavo zu übernachten. Dieses südlich-gebirgige Städtchen muss man erlebt haben!

An-/Abreise mit dem öffentlichen Verkehr

Mit der Bahn nach und von Le Prese

Poschiavo

Poschiavo - das ist eine Liebe, die man nie mehr vergisst. Wer vom Bahnhof her den Poschiavino erreicht, wer durch die Gassen des Borgo schlendert, wer auf der Piazza communale an der Sonne sitzt, der hat sein Herz im Nu verloren. Verloren an eine kleine italienisch anmutende Stadt am Rande des Gebirges.

Poschiavo - das ist Süden für uns kälte- und hektikgeplagte Nordländer, Süden mit schönen alten Palazzi, mit steingedeckten Dächern, Süden mit schmalen Gassen und weiten, sonnenüberfluteten Plätzen, Süden mit üppigen Gärten und blütenbehangenen Mauern und Balkonen, Süden mit dem klangvollen Lied der fremd-vertrauten Sprache.

Von den vielen Sehenswürdigkeiten von Poschiavo kann ich nicht alle erwähnen. Sicher aber die Stiftskirche San Vittore mitten im Ort, ein einfacher, klarer Bau mit einem romanischen Turm. Eine erste Erwähnung dieser Kirche findet sich schon vom Jahre 703. Das Rathaus, die Casa torre, mit seinem schweren, kurzen Turm steht ebenfalls an der Piazza communale. Der Palazzo Mengotti auf der rechten Seite des Poschiavino beherbergt das Talmuseum. Wir statten auch dem «Spaniolenviertel» am Südende der Stadt einen Besuch ab, einem auffallend herrschaftlichen und einheitlichen Quartier, das zu Wohlhabenheit gelangte Heimkehrer aus der Fremde um 1900 herum gebaut haben. Die Häuserreihe überrascht durch das harmonische Zusammenklingen untereinander und mit den Gärten und der Landschaft. Wer noch Zeit hat, wandert von hier aus zur Kirche Santa Maria Assunta hinaus. Sie gemahnt uns an Kirchen in Oberitalien, behäbig, vornehm und verspielt zugleich.

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