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Wanderungen

Wanderung Val Trupchun (Nationalpark)

Genussreiche Bergwanderung ins wildreiche Val Trupchun. Besonders lohnenswert ist die Wanderung ins Val Trupchun im Spätherbst, wenn die imposanten Hirschrudel während der Brunftzeit gut beobachtet werden können.
Distanz 18.00 Km
Höhenmeter Unterschied 380 m
Höchster Punkt 2040 m ü.M.
Dauer 05:20 Stunden
Jahreszeit Frühling - Herbst
Strecke
S-chanf–Val Trupchun–S-chanf
Bewertung
Schwierigkeit
Karte & Profil

Details

Vom Bahnhof S-chanf geht man links gegen das Dorf, überquert die Hauptstrasse rechts um die Kirche und wandert durch den unteren Dorfteil zur Innbrücke hinunter. Diese überquert man, geht durch die Unterführung der Umfahrungsstrasse bei Bügls und wandert links entlang der Strasse zum Nationalpark bis zum grossen Parkplatz. Rechts am Waldrand zweigt der Wanderweg ab, der durch den God Aruozzas führt. Leicht fallend führt er ins Val da Scrigns. Nach einer Lichtung überquert man den Weg und anschliessend den Bach Ova da Chaschauna.

Dem Bach folgt man kurz aufwärts, zweigt links ab und erreicht so die Alpstrasse, die man bei der nächsten Kehre verlässt, um links abzuzweigen. Nun führt ein schöner Waldweg durch den Fichtenwald leicht aufwärts zur Grenze des Nationalparks. Bitte machen Sie sich unbedingt mit den Parkvorschriften vertraut; die Anweisungen sind den Tafeln zu entnehmen.

Das Gebiet im Val Trupchun ist berühmt für die Wild-, Blumen- und sonstige Pflanzenvielfalt. Mit dem Fernglas kann der Wanderer Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Man folgt dem Wanderweg zwischen Legföhren, Arven und Lärchen taleinwärts. Dabei bieten sich in den baumfreien Lawinenzügen und auf den Kreten gute Ausblicke. Ein Lehrpfad mit einigen originellen Tafeln beschreibt die heimischen Wildarten und Besonderheiten im Tal.

Nach dem Wald God Malögetta senkt sich der Wanderweg gegen den Bach nach Ova da Trupchun. Man überquert ihn und steigt zu den Weiden der Alp Trupchun auf. Hier tummeln sich oft Murmeltiere im offenen Gelände neben dem Wanderweg. An den Hängen nördlich und südlich der Alp kann man äsende Hirsche, Gämse und Steinböcke beobachten, und nicht selten segelt der Steinadler oder sogar der Bartgeier übers Tal.

Der Rückweg verläuft auf der rechten Talseite durch den Arven-Lärchen-Wald von Dschembrina ins Tal hinunter. Man überquert Lawinenzüge und Runsen und erreicht die Talsohle an der Stelle, wo rechts das Val Müschauns einmündet. Auf einem Steg überschreitet man den Bergbach und gelangt zur Alp Purcher. Auf der rechten Talseite erhebt sich eine sehr interessante Felswand, und man sieht, wie bei der Alpenfaltung die vielen Gesteinsschichten übereinandergeschoben wurden.

Nach der Alp überquert man den Bach wieder und erreicht dem Waldrand entlang die Parkgrenze und kurze Zeit später die Wiesen von Chanels. Hier steht etwas erhöht die Parkhütte Varusch, wo man sich verpflegen oder die Pferdekutsche nach S-chanf nehmen kann.

Von der Parkhütte aus folgt man der Naturstrasse zum Parkplatz, und auf der geteerten Strasse gelangt man zurück nach S-chanf.

Gasthaus unterwegs:

 S-chanf, Parkhütte Varusch, Tel. 081 854 31 22

An-/Abreise mit dem öffentlichen Verkehr

Anreise: Mit dem Zug (RhB) nach S-chanf

Rückreise: Mit dem Zug (RhB) ab S-chanf

Der Schweizerische Nationalpark

Der Nationalpark ist ein Naturreservat, in dem jegliche Nutzung und Pflege des Waldes und der Weiden unterbleiben und Jagd und Fischerei untersagt sind. Die gesamte Tier- und Pflanzenwelt bleibt ganz ihrer freien, natürlichen Entwicklung überlassen. Der Park dient auch der wissenschaftlichen Forschung. Bis heute sind im Park etwa 5000 Tierarten bestimmt worden, davon etwa 97% Wirbellose. Als erstes wurde 1909 vertraglich das Val Cluozza unter totalen Schutz gestellt. In den nächsten Jahren folgten noch weitere Gebiete. Die Gründung des Nationalparks konnte am 1. August 1914 gefeiert werden. Heute umfasst er eine Fläche von 168,7 km2.

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