Alpkäse und Curry.

Profikletterin Nina Caprez

Nina Caprez am Klettern im Prättigau
Alpkäse und Curry: so kann man Nina’s Welt kurz und knapp beschreiben. Alpkäse steht für die Natur, draussen zu Hause. Curry steht für andere Kulturen, fürs Reisen. Aber wer ist Nina überhaupt? Nina Caprez aus Küblis im Prättigau ist eine der weltbesten Kletterinnen am Fels.
Profikletterin Nina Caprez aus dem Prättigau, Graubünden

Outdoor-Bekleidung versus Abendkleid

Nina Caprez liebt die Extremen. Sie liebt es, draussen zu «pennen». Dann reichen ihr Matte, Schlafsack, Gaskocher. Sie liebt es aber auch, im schicken Abendkleid eine Oper zu geniessen. «Also nur Klettern, das sei ihr viel zu öde», meint Nina. Bergquellwasser versus Champagner halt.

Nina Caprez am Klettern im Prättigau

Die weite Welt versus Heimat

Wenn Nina von ihrem «Heim-Klettergebiet» erzählt, kommt sie ins Schwärmen. Sie klettert mit der ganzen Welt im Prättigau, der Rätikon sei eines der besten Klettergebiete. Wieso? Praktisch alle Routen seien plattenartig oder vertikal. Da kämen sogar die stärksten Kletterer so ziemlich auf die Welt, meint Nina schmunzelnd. Ihre Lieblingsroute: die Mehrseillängen-Tour beim Schweizertor. «Oben völlig kaputt angekommen, fühlt man sich wie die Königin der Welt!»

Nina Caprez am Klettern im Prättigau, Graubünden

Kunstgewerbeschule versus Profi-Kletterei

Als Beste des Jahres schloss sie die Mittelschule in Schiers ab und bestand die Aufnahmeprüfung zur Kunstgewerbeschule. Aber, 100 Prozent Schule? Dann eher 100 Prozent Fels. Viele fanden zwar, sie müsse doch «etwas Rechtes» lernen. Nina aber entschied sich für die Kletterei – und lebt heute von ihrer Lieblingsbeschäftigung.

Profikletterin Nina Caprez aus dem Prättigau, Graubünden

Freundschaft versus Konkurrenz

An Wettkämpfen teilnehmen? Nein, das sei nicht ihr Weg. Klettern bedeutet für Nina «Freundschaft» und nicht «Konkurrenz». Was sie am Klettern reize? Das Spiel mit dem Körper. Diesen so weit wie möglich ausreizen. Routen zu klettern, welche keinen einzigen Fehler verzeihen. Und nach einer schwierigen Kletter-Route? Da lange sie manchmal einen Monat lang keinen Klettergriff an. Abschalten. Zur Ruhe kommen. Ein neues Projekt planen. Dann geht’s wieder von vorne los…