Graubünden Ferien Schweiz

Adrian Bammert am 50. Engadin Skimarathon: Seine Erlebnisse

Gar nicht schlecht für das erste Mal. Adrian Bammert (48) war einer der fünf glücklichen Gewinner für eine Teilnahme an einem Volkslanglauf in Graubünden. Und so reiste er im März ins Engadin und startete am 50. Engadin Skimarathon. Sein Erlebnisbericht.

Adrian Bammert

„Die ersten Kilometer vergehen wie im Fluge“

Nun ist es soweit und ich stehe tatsächlich vor der Startlinie am „Engadiner“.

Es ist 8:58 Uhr. Ich schnalle mir meine Skating-Skis an, ziehe die Stöcke fest und begebe mich auf dieses, mir ungewisse Abenteuer!

Irgendwie kann ich es kaum glauben, denn ich bin zu diesem „Engadiner“ gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde. Schliesslich gab die Wettbewerbsteilnahme im «Snowactive» den Anstoss. Ausdauer habe ich. Ich trainiere seit 15 Jahren im Ausdauerbereich und habe auch einige Running-Volksläufe in den Beinen. In den letzten vier Jahren habe ich meinen Trainingsfokus allerdings auf Fitness und Kraft verlagert. Passt doch: Ausdauer gekoppelt mit Kraft. Gut gewappnet ging ich so an den Engadin Skimarathon.

Mein neues Training

Also machte ich mich Anfang Dezember auf und befasste mich mit der neuen Sportart: dem Skaten auf Skis. Meine Skating-Technik machte nach einem Kurs Ende Dezember auch bedeutende Fortschritte. Nur die Kondition liess weiter auf sich warten. Viel zu Langlaufen wäre der Plan für den Januar und Februar gewesen. Da sich der Winter aber in der Zentralschweiz wieder zurückgezogen hatte und die Wiesen mit meinen bevorzugten Loipen wieder grün wurden, ging ich halt vermehrt Joggen.

Der grosse Tag

Der 10. März war da. Meine Frau und ich wurden in einem wunderschönen Hotel in Pontresina (Dankeschön „Graubünden Tourismus“) einquartiert. Am Abend vor dem Start war ich doch etwas nervöser als erwartet. Also ging es einigermassen früh zu Bett, zusammen mit einer Mischung aus Vorfreude, Anspannung und einer Prise Ungewissheit. Nach einer kurzen Nacht ging es dann bereits um 5 Uhr zum Frühstück. Zusammen mit vielen anderen Gleichgesinnten ging es kurz nach sechs Uhr mit dem Bus nach Maloja. Beim Startgelände traf ich noch einen alten Bekannten, welcher mir ein paar Tipps bezüglich Taktik und Kleidung geben konnte.

Der Startschuss

Nach dem Überqueren der Startlinie vergingen die ersten Kilometer wie im Fluge. Freude und Euphorie löste die Anspannung ab. Bis zur Schanze ging es ohne Probleme gut voran. Ich startete nicht zu schnell, suchte ein gleichmässiges Tempo und gewöhnte mich an die vielen Mitläufer. Bis zum Ziel hatte ich mir zudem vorgenommen, an jeder Getränke-Ausgabe einen Halt zu machen, um auf der sicheren Seite bezüglich Flüssigkeit und Energie zu sein.

Abfahrt durch den Stazerwald

Der Durchlauf in St. Moritz mit den vielen Zuschauern war ein Genuss. Gleichzeitig war es auch Neuland, denn ich war bisher im Training nie mehr als 17 Kilometer am Stück gelaufen. Die folgenden Aufstiege und Verengungen in Richtung Stazerwald beinhalteten viel Rhythmuswechsel und Geduld, bis ich schliesslich vor der berüchtigten Abfahrt durch den Stazerwald stand. Die Abfahrt bewältigte ich dann relativ langsam im Stemmbogen.

In Pontresina war dann die Hälfte geschafft und ich hatte immer noch Energie und ein gutes Gefühl, auch den zweiten Teil zu schaffen. Auf der Ebene von Samedan schienen mir meine Skis nicht mehr sehr gleitfreudig zu sein. So überholten mich diverse Läufer und ich spürte erste Ermüdung. Mehr Ausdauer wäre jetzt wohl wünschenswert gewesen, denn mit Kraft alleine geht’s nicht. So musste ich bis ins Ziel noch etwas beissen – v.a. das Auf und Ab bei den Golanhöhen war sehr kräftezehrend.

Glücklich im Ziel

Im Ziel war ich dann aber ziemlich happy und auch erleichtert über mein erstes Finish am Engadin Skimarathon! Mein Ziel von 2:50 Stunden hatte ich mit 3:06 Stunden zwar knapp verpasst.

Der Engadin Skimarathon hat mir grossen Spass gemacht. Dass es zugleich noch die 50. Austragung war, machte doppelt Freude. Die Organisation war beindruckend. Es wird wohl für mich nicht der letzte Volkslauf gewesen sein. Das nächste Mal aber mit etwas mehr Vorlauf bzw. mehr Training und besserer Technik!

Adrian Bammert 

Adrian Bammert

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