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Sprachwelten Graubündens

Auszeit beim Lai Nair bei Tarasp
Die Vielfalt Graubünden hat zahlreiche Wurzeln. Eine der Wichtigsten bildet die Sprache, denn Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz.

Deutsches Sprachgebiet

Rund zwei Drittel der Bündner Bevölkerung bezeichnen heute Deutsch als ihre Hauptsprache. Grob lässt sich dabei folgende Dreiteilung vornehmen: Walserdeutsch wird im Rheinwald, in Vals, Safien, im Schanfigg mit Arosa, im Prättigau mit Klosters, in Davos und in der Enklave Obersaxen gesprochen. Das Bündnerdeutsch mit den typischen offenen Vokalen ist in Chur , im Churer Rheintal und in den angrenzenden ehemals romanischen Gegenden anzutreffen. Im Samnaun sprechen die Einheimischen einen tirolisch-bayrischen Dialekt.

Arcas, ST Markus Buehler

Italienisches Sprachgebiet

Die vier Südtäler Graubündens, in denen Italienisch gesprochen wird, werden «Grigioni italiani» genannt. Es handelt sich dabei um das Misox (ital. Val Mesolcina), das Calancatal (ital. Val Calanca), das Bergell (ital. Val Bregaglia) und das Puschlav (ital. Valposchiavo). Diese Gebiete zeichnen sich durch eine ausgesprochene sprachliche Eigenständigkeit und durch verschiedenste lokale Dialekte aus.

Poschiavo (Foto: © Graubünden Ferien, Stefan Schlumpf)

Rätoromanisches Sprachgebiet

Allein das romanische Sprachgebiet ist ein Fest für Sprachforscher. Es teilt sich in verschiedene Regionen und fünf Idiome: Das Unterengadin und das Val Müstair gehören traditionell zum Einzugsgebiet des Vallader, im Oberengadin wird Puter gesprochen, im Bündner Oberland Sursilvan, im Domleschg und im Schams Sutsilvan sowie im Oberhalbstein und im Albulatal Surmiran.

Rätoromanische Inschrift bei Haus in Feldis
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