Graubünden Ferien Schweiz

Fairdinand auf der Lenzerheide

Bravo Graubünden, pfui Offroad-Biker!

Gespannt, motiviert, bestens mit Give-aways ausgerüstet und ganz neu eingekleidet – schön warm, zum Glück – sind wir am Samstagmorgen zu unserem ersten Einsatz im Gebiet Arosa Lenzerheide losgezogen.

Von Susanne Kern

Wir hatten viele interessante Gespräche und noch dazu auch sehr viel Spass ;-) Das Feedback auf unsere Fragen war durchs Band sehr gut und wir sind sowohl bei den Wanderern als auch bei den Bikern auf offene Ohren gestossen. Wir haben für euch ein paar positive, aber auch ein paar kritische Facts notiert:

+ Das Engagement von Graubünden für die Biker wird von vielen als überdurchschnittlich wahrgenommen. Es zieht Biker aus anderen Kantonen und sogar aus dem Ausland an, da dort teilweise wesentlich schlechtere Voraussetzungen gegeben sind. Wie zum Beispiel Weg- und Gebietssperrungen durch Jäger, Waldbesitzer, Landwirte.

+ Vielen fällt auf, dass durch das Entflechten bestimmter Teilstücke auch die Bereitschaft steigt, sich zwischendurch, auf den gemeinsam benutzten Wegstücken, zu arrangieren und Rücksicht zu nehmen.

+ Glocken am Bike sind entscheidend! Entsprechend gross ist die Freude über die geschenkten Fairtrail-Glocken. Und zwar auf beiden Seiten: Die Biker freuen sich über das Geschenk, Wanderer freuen sich, dass sie jetzt die Biker hören, und finden es ebenfalls super.

Super, mega, toll! Nein, es ist natürlich nicht alles eitel Freude. Es gab auch kritische Stimmen. Zum Beispiel:

- Die Signalisation gibt’s nur auf Deutsch. Das verstehen nicht alle Feriengäste. Und sie verstehen auch nicht, dass sie im Ferienkanton nicht berücksichtigt werden.

- Durch die dreckverspritzte Kleidung der Biker werden manchmal die Sitzplätze in den Bahnen verdreckt.

- Offroad-Biken, also abseits der Wege und Trails, kommt ganz schlecht an. Ausserdem werden die schmalen Wanderwege zerstört. Durch das Abkürzen der Zickzackwege entstehen Furchen, die bei Regenfällen dann erodieren ...

- Nicht alle schliessen die Viehzäune, wie es sich gehört. Es wird von Fällen berichtet, wo die Zaunlitzen einfach zerrissen wurden. Man freut sich über die abgegebenen Zaunwimpel ;-)

- Speziell ausgeschilderte Familien- oder Kinderwege, wie etwa der Globiweg, sollten wirklich nicht mit Bikern geteilt werden müssen!

- Und ganz am Schluss: Wieso habt ihr nicht mehr Give-aways? Ja-haa! Das nächste Mal gibt’s wieder mehr, der Sommer hat ja erst angefangen ...

Ganz viele Grüsse

Susanne

Susanne Kern
Susanne Kern

Susanne Kern ist Wanderleiterin und wohnt in Scharans.

Fairtrail
Fairtrail: Nett, suuber & parat
In Graubünden teilen sich Wanderer und Biker die Wege. Voraussetzung dafür: ein toleranter Umgang mit anderen Wegnutzern.
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