Graubünden Ferien Schweiz

Skateline Albula

Mit Schlittschuhen durch den Märchenwald

Skateline Albula, Surava

Die Skateline Albula bietet nicht nur ein besonderes Bewegungs-, sondern auch ein unvergleichliches Naturerlebnis. Der drei Kilometer lange Eisweg inmitten einer märchenhaften Winterlandschaft bezaubert die ganze Familie. Und macht süchtig.

Von Anita Fuchs

«Gleich sind wir da», sagt Papi beim Ortseingang von Surava – und schwenkt kurz darauf von der Haupt- in eine Nebenstrasse ein. Auf dem kostenfreien Parkplatz steigt die vierköpfige Familie aus dem Auto. «Brrr, ist das kalt», klagt Seraina. «Du bekommst dann schon warm», ermuntert sie Ladina. Die beiden Mädchen ziehen die Winterjacke an, stülpen sich den Skihelm über den Kopf und hängen die Schlittschuhe über die Schultern. «Los geht’s», sagt Mami.

Die Familie marschiert Richtung Skateline-Zentrum. Dort tummelt sich bereits eine vielfältige Menschenmenge: Singles und Paare, Familien und Gruppen. «Zum Glück haben wir jede Menge Zeit», sagt Papi. Er weiss, dass die Skateline inklusive Restaurant und Schlittschuh-Bar samstags – wie auch von Montag bis Freitag – bis um 21 Uhr offen hat. Mami positioniert sich am Ende der kurzen Reihe vor dem Kassa-Schalter. Ladina gesellt sich zu ihr. «Die meisten Leute müssen Schlittschuhe und einen Helm mieten», fällt ihr auf.

Mit einem Shuttlebus an den Startort

Gleich sind sie dran. Mami kauft die Tickets, alle ziehen in der Garderobe die Schlittschuhe an und begeben sich postwendend zum Shuttlebus. Drei junge Paare warten bereits. Seraina zählt. «Eins, zwei, drei – hurra, es hat Platz für uns!» Der Chauffeur, wie viele der Angestellten ein Pensionär, nimmt das Mädchen an der einen Hand, hilft ihr beim Einsteigen und wünscht «viel Spass». Wenig später startet er den Motor, fährt nach Alvaneu Bad und stoppt dort in einem Waldstück.

Ladina mag kaum warten, bis sie loslaufen kann. Seraina zögert einen Moment – und lässt sich dann von der älteren Schwester an die Hand nehmen. Gemächlich legen sie die ersten paar hundert Meter zurück. Mami und Papi folgen mit einigen Metern Abstand. «Das ist ja megacool», ruft Ladina. Sie schaut nach rechts. Und nach links. Immer und immer wieder. Die vielen verschneiten Tannenbäume beidseits des Eiswegs sorgen für eine bezaubernde Kulisse. Romantik pur.

Stimmen durchbrechen die Stille

Es ist mäuschenstill – einmal abgesehen vom Gleitgeräusch der Schlittschuhe. Alle geniessen die Ruhe in der märchenhaften Landschaft. Irgendwann ist sie jedoch vorüber. Knabenstimmen sind zu hören. Noch sind sie entfernt und leise. Praktisch im Sekundentakt kommen sie aber näher und werden lauter. Schon preschen fünf Knaben in horrendem Tempo an der Familie vorbei. «Das müssen Eishockeyspieler sein», meint Papi.

«So gut möchte ich auch Schlittschuhlaufen können», wünscht sich Seraina. Just in diesem Moment fällt sie auf den Hintern, lacht und weint fast gleichzeitig. «Nichts passiert», sagt Ladina und hilft ihrer Schwester beim Aufstehen. Gemeinsam laufen die beiden Mädchen wieder los. In einer Waldlichtung halten sie an und blicken zum Fluss Albula hinunter, der parallel zum Eisweg verläuft. «Wow, ist es hier schön», schwärmt Ladina.

Auch im Dunkeln reizvoll

Bald geht es weiter. Zwischendurch auch mal leicht ab- oder eben aufwärts. «Normalerweise ist dies ein Wanderweg», erklärt Mami. Die zwei Mädchen staunen. Überrascht zeigen sie sich auch, dass sie kaum jemandem begegnen. Erst bei der «Zielankunft» beim Skateline-Zentrum sehen sie zahlreiche Menschen um sich herum. «Gehen wir nochmals?», fragt Seraina. «Natürlich», entgegnet Papi. Das Szenario wiederholt sich mehrmals. Bis es dunkel ist. Auch mit der Stirnlampe hat die Skateline ihren Reiz.

Skateline Albula (Bild: Anita Fuchs) Skateline Albula (Bild: Anita Fuchs)
Anita Fuchs
Anita Fuchs

Anita Fuchs lebt in Jenins und betätigt sich gerne sportlich.

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