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Graubünden Ferien Schweiz

Familienwochenende auf dem Campingplatz Morteratsch im Engadin

Ein Zeltweekend im Naturparadies

Beim Campen vergessen ich und meine Familie schnell den Alltag und können in der Ruhe der Natur entspannen. Die Wetteraussichten fürs Wochenende sehen gut aus. Perfekte Bedingungen, um unser Zelt aus dem Winterschlaf zu holen. Dieses Mal zieht es uns ins Engadin.

Von Esther Mattle

Unser Ziel ist der Campingplatz Morteratsch in der Nähe von Pontresina. Der Platz ist bekannt für sein naturnahes Ambiente. Gespannt und mit grosser Vorfreude fahren wir am frühen Abend auf dem Platz ein. Wir werden freundlich an der Rezeption des Campingplatzes eingecheckt. Unser Sohn Nael turnt derweil bereits auf dem Spielplatz. «Mama, ein Gletscher!», ruft er. Ich drehe mich um und sehe, wie er den nachgebildeten Gletscher besteigt. Kein Wunder, dass dieses Thema hier aufgegriffen wird. Der Morteratschgletscher ist nur wenige Kilometer entfernt.

Eingang vom Camping Morteratsch (Foto: © Travel Sisi) Spielplatz bei Morteratsch (Foto: © Travel Sisi)

Vom Parkplatz geht es zu Fuss zu unserem Stellplatz. Wir passieren einige Plätze, die alle dank Büschen und Bäumen viel Privatsphäre bieten. Wir stellen unser Zelt mitten in der Natur an einem kleinen Bach auf. Der Blick auf das mächtige Bernina-Massiv ist in diesem Idyll inklusive. «Da oben ist der richtige Gletscher!» Nael schaut hinauf und meint dann: «Dafür ist es richtig schön warm hier!» Mein Mann unterbricht uns: «Gas geben!» Er zeigt auf dunkle Wolken am Himmel. Wir schaffen es und auch der Znacht liegt noch drin. Als wir in unserem Zelt liegen, kommt der Regen und zaubert romantische Stimmung in unser temporäres Zuhause.

Heute lassen wir uns zum Frühstück den Alp-Brunch in der nahen Alp-Schaukäserei Morteratsch schmecken. Bei der Käse-Herstellung über offenem Feuer schauen wir interessiert dem Käser zu. Prima gestärkt starten wir die Wanderung zum Morteratschgletscher. Unser Sohn entdeckt das Maskottchen Sabi, das am Wegrand steht und nimmt ein Märchenbuch aus dem Schrank. Dieses motiviert ihn auf dem Weg zum Gletscher und er sammelt unterwegs dafür Stempel. Mit jedem Schritt wächst seine Neugierde auf das Eisgebilde.

Dort, wo vor vier Jahren noch Gletschereis war, sitzen wir jetzt auf einer Bank. Hier versteht sogar unser Kind den Klimawandel. Ein Bach sprudelt vom Gletscher an uns vorbei. Nael testet das Wasser: «Eiskalt!» Ja, das haben wir uns fast gedacht. Der Weg zurück zum Campingplatz geht flott. Beim Rückweg fällt uns auf, wie sich die Landschaft im Laufe der Zeit von kahlem Grau zu saftigem Grün verändert.

Im Shop vom Campingplatz kaufen wir eine Nusstorte. Dazu gibt’s einen Café vom Gaskocher. Bei strahlendem Sonnenschein geniessen wir den Bündner Zvieri vor unserem Zelt mitten in der Natur. Unser Sohn schnappt sich ein Stück Nusstorte und ruft uns ein «Bis später!» zu. Den Rest des Nachmittags saust er gemeinsam mit anderen Kindern auf einem Traktor durch das Campingareal.

Zum Znacht sitzen wir alle wieder zusammen bei Rösti und Spiegelei. «Das schmeckt viel besser als zu Hause!», meint mein Mann. Die frische Engadinerluft verzaubert sogar eine einfache Speise in etwas Feines. Nach dem Essen blitzen bereits die ersten Sterne vom Himmel. Dann schauen wir dem Mond zu, wie er über den Bergen aufgeht. Zufrieden schlüpfen wir in unser Zelt. In dieser Nacht kuscheln wir uns eng aneinander. Eine wolkenlose Nacht bedeutet nämlich ziemlich frische Temperaturen.

Wir haben es in unserem Zelt so gemütlich, dass sogar unser Sohn zum Langschläfer wird. Während die Männer frisches Brot im Shop holen, brutzelt auf dem Gaskocher das Rührei. Nach dem Frühstück packen wir unsere Campingsachen zusammen. «Schade, müssen wir schon gehen», meint Nael. Von diesem Ort fällt der Abschied wirklich schwer. In Pontresina wartet aber noch ein Highlight auf uns.

Die Sesselbahn bringt uns auf die Alp Languard. Bereits bei der Bergfahrt sehen wir unter unseren Füssen die ersten Tiere. So einfach ist die Tierbeobachtung dann aber doch nicht, denn diese sind aus Holz geschnitzt. Oben angekommen, machen wir uns mit dem Steinbock-Pass in der Hand auf den Weg zur Berghütte Chamanna Paradis. Paradiesisch ist es bereits unterwegs: Immer wieder hören wir Murmeli rufen und bestaunen die Aussicht. Unterwegs erfahren wir Interessantes über die Steinbock-Kolonie, die hier heimisch ist.

Paradisrunde (Foto: © Travel Sisi) Auf dem Weg zur Berghütte Chamanna Paradis (Foto: © Travel Sisi)

In der Berghütte holt sich unser Sohn nach dem Essen den ersten Stempel für seinen Steinbock-Pass. Es gibt auch noch eine Belohnung für ihn: «Ein Steinbock!» Nael strahlt und nimmt voller Energie mit uns den Rückweg in Angriff. In Languard hüpft er anschliessend wie ein kleiner Steinbock über den Spielplatz. Wir studieren die Geschichte der Steinböcke in der Steinbock-Galerie.

Berghütte Chamanna Paradis (Foto: © Travel Sisi) Spielplatz bei der Berghütte Chamanna Paradis (Foto: © Travel Sisi)

Auf der Talfahrt zurück nach Pontresina blicken wir hinunter auf unseren Campingplatz. «Können wir dort noch einmal zelten gehen?», fragt Nael. In dieses Naturparadies kehren wir bestimmt bald wieder zurück.

Esther Mattle
Esther Mattle

Esther wohnt mit ihrer Familie in Maienfeld. Über ihre Ausflüge und Reisen in Nah und Fern schreibt sie auf ihrem Reiseblog Travel Sisi.

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