Graubünden Ferien Schweiz

Nationalpark Bike-Marathon 2017

Teilnehmerrekord am grössten Mountainbike-Rennen der Schweiz

Er führt durch eine der schönsten Gegenden der Schweiz, ist der grösste Mountainbike-Anlass im Kanton Graubünden und verzeichnete bei der Austragung im Jahr 2017 so viele Teilnehmer wie noch nie – über 2’200, um genau zu sein. Am Nationalpark Bike-Marathon vom 26. August 2017 ebenfalls mit dabei war unserer «Kamerafahrer» Mario Riatsch.

Von René Mehrmann

Ein Grund für den Teilnehmerrekord am diesjährigen Nationalpark Bike-Marathon war sicherlich die gleichzeitige Wertung des Anlasses als Schweizermeisterschaft. Diese hatten die Veranstalter kurzfristig übernommen, nachdem im Juni der Verband Swiss Cycling die Absage der Meisterschaft mangels Veranstalter kommunizieren musste.

Darüber hinaus gelingt es dem Organisationskomitee unter dem Präsidenten Claudio Duschletta, den Anlass ständig weiter zu entwickeln. So wurde dieses Jahr im Zielbereich die neue Kategorie «Kids Race» eingeführt, welche gleich beim ersten Mal von 60 Nachwuchsbikerinnen und -bikern bestritten wurde.

Sportlich zeichnet sich das Rennen durch seine vier unterschiedlichen Startorte und Streckenlängen aus. Die «Königsdisziplin» ist dabei die Valladerstrecke über 137 Kilometer mit Start- und Zielort in Scuol. Diese Strecke umfasst rund 4000 Höhenmeter und führt, mit einem Abstecher nach Italien, einmal rund um den Nationalpark herum. Für unseren «Kamerafahrer» war dies etwas zu forsch, wobei seine Strecke Jauer mit 103 Kilometern eigentlich nur unwesentlich kürzer war als die Valladerstrecke.

Nationalpark Bike-Marathon Nationalpark Bike-Marathon

Die sportlichen Höhepunkte

Der Sieg am diesjährigen Nationalpark Bike-Marathon ging ins Ausland. Tagessieger wurde Jochen Käss aus Deutschland mit 5:33:32 vor dem Italiener Samuele Porro und Käss’ Teamkollege und Landsmann Markus Kaufmann. Auf Rang vier und damit Schweizermeister wurde Konny Looser mit einer Zeit von 5:39:59.

Bei den Frauen pulverisierte Angelika Tazreiter aus Österreich den bisherigen Streckenrekord mit 6:26:15. Nur eine Sekunde dahinter klassierte sich Esther Süss als Zweite und holte sich damit auch den Schweizermeistertitel bei den Damen. Auf dem dritten Platz klassierte sich eine weitere Österreicherin, nämlich Christina Kollmann.

Weiterer Streckenrekord durch Riatsch

Einen weiteren Streckenrekord stelle die einheimische Athletin Arina Riatsch aus Sent auf. Sie bezwang die 103 Kilometer lange Jauer-Strecke in 4:55:20 und blieb damit als erste Frau unter fünf Stunden. Ein vielleicht überraschend gutes Resultat für Aussenstehende, für Insider aber nicht überraschend.

Gegenüber der «Südostschweiz» sagte Riatsch nach dem Rennen, sie habe bald gespürt, dass sie gute Beine habe und es auch im Kopf stimmte. In Livignio habe sie erstmals auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass sie zehn Minuten schneller war als beim ersten Sieg im Vorjahr. Und noch etwas gab ihr Gewissheit. Bis ins Val Mora war sie zusammen mit ihrem Vater unterwegs – bis dieser einen Platten hatte und sie ziehen liess. Sie rechnete aber damit, dass er sie am Chaschauna-Pass, wo er immer stark fahre, wieder einholen würde. «Doch ich war vor ihm oben», erzählte Riatsch der «Südostschweiz». Und auch ein späterer Plattfuss konnte sie nicht bremsen, da ihr Vater ihr dann sein intaktes Vorderrad gab.

Ihr Vater übrigens, unserer «Kamerafahrer» Mario Riatsch, erreichte das Ziel in Scuol übrigens in 5:18:43 und wurde damit in seiner Kategorie 13.

Video: Fahrt von Mario Riatsch

René Mehrmann
René Mehrmann

René lebt in Chur, reist gerne in die ganze Welt, kehrt aber immer gerne nach Graubünden zurück.

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