Naturlehrpfad Savognin Bivio Albula

Segantini 07: Ritorno all'ovile – Rückkehr zum Schafstall, 1888

Contrasto di luce – Lichtkontrast, 1887: (76×110 cm, Öl auf Leinwand, Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel).
Ritorno all'ovile – Rückkehr zum Schafstall, 1888: (79,5×133 cm, Öl auf Leinwand, Segantini Museum St.Moritz, Depositum der Otto Fischbacher Giovanni Segantini Stiftung).

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Eine Frau aus Masein bei der Schafschur. Das Schären war früher Frauenarbeit.
Die Schafe werden kurz vor der Dunkelheit von der Weide in den Stall zurückgeführt. Segantini thematisiert damit die innige Verbundenheit von Mensch und Tier. Den Originalstall gibt es nicht mehr, er stand östlich der Veia Tgaplottas (Kapellenweg). Im Hintergrund des Bildes kann man die Kapelle erkennen.

Beschreibung

Schafe in Savognin

Zur Zeit Segantinis hat noch jede Familie ihre eigenen Schafe. Das Fleisch trägt zur Ernährung bei, die Wolle wird zu Kleidern verarbeitet. Das Schären der Schafe ist Frauenarbeit. Die Wolle wird gesponnen, gefärbt und daraus für die ganze Familie Pullover, Socken und Handschuhe gestrickt.

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts werden Schafe auf höhere Fleischproduktion hin gezüchtet. Der Wert der Wolle hingegen sinkt, sie wird teilweise verbrannt. Das Schären kostet heute mehr, als die Wolle Ertrag bringt. In Savognin halten heute noch vier Landwirtschaftsbetriebe Schafe zur Fleisch-Erzeugung.

Segantini und die Tiere

Giovanni Segantini thematisiert die tiefe und innige Verbundenheit von Mensch und Tier, sowie die gegenseitige Abhängigkeit. Im Tagebucheintrag vom Januar 1891 schreibt er: «Ich will, dass die Menschen die guten Tiere lieben, die nämlich, von denen sie Milch, Fleisch, Fell erhalten, und darum malte ich ‹die zwei Mütter› [...] und das gute Pferd vor dem Pfluge [...]. Überall habe ich die guten Tiere mit Augen voll Sanftmut dargestellt; sie, die alles dem Menschen geben: ihre Kraft, ihre Jungen, ihr Fleisch, ihre Haut, und von den Menschen geschlagen und misshandelt werden.»

Karte

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