Graubünden Ferien Schweiz

20.07.2020

Wild campen: Das sind die Regeln und Alternativen

Wer mit dem Wohnmobil oder dem Bus in Graubünden unterwegs ist, kann sein Reiseziel flexibel wählen. Wer dabei im Freien übernachtet, sollte sich vorher gut über die Möglichkeiten informieren.

 

In Graubünden gibt es mehr als 40 Campingplätze. Dennoch kann es diesen Sommer und Herbst aufgrund der grossen Nachfrage zu Engpässen kommen. Wer sich dann fürs Übernachten auf nicht ausgewiesenen Orten beispielsweise ausserhalb von Campingplätzen entscheidet, sollte einige Punkte beachten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Denn die Rechtslage ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

Verbot in Schutzgebieten und sensiblen Lebensräumen

Ein generelles Campingverbot herrscht in folgenden Landschaftsgebieten:

  • Eidgenössische Jagdbanngebiete / Wildschutzgebiete
  • Naturschutzgebiete
  • im Schweizerischen Nationalpark
  • in Biotopen (Flachmoor, Hochmoorbiotope von nationaler Bedeutung)
  • in militärischen Sperrzonen
  • an Orten, an denen ein allgemeines Betretungsverbot gilt

Unter map.geo.admin.ch sind die Schutzgebiete und besonders sensiblen Lebensräume in einer detaillierten Karte verzeichnet. Über die Suchfunktion lassen sich z. B. der Schweizerische Nationalpark, die eidgenössischen Jagdbanngebiete, Flachmoore, Hochmoore, Auengebiete und Wildruhezonen anzeigen.

Übernachten an öffentlichen Orten und Parkplätzen

In Graubünden gibt es je nach Gemeinde zusätzlich zu den generellen Verboten, weitere spezielle, regionale Einschränkungen. Deshalb sollte man sich im Vorfeld direkt bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung, dem örtlichen Tourismusbüro oder der Polizei über die Rechtslage erkundigen. Das gilt auch für das Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen. Beachten Sie auch Signalisationen und Parkzeit-Beschränkungen. 

Auf Privatgrundstücken

Wer auf einem privaten Grundstück oder in der Nähe einer Hütte campen möchte, erkundigt sich beim Grundstückeigentümer respektive beim Hüttenwart und bittet um die Erlaubnis.

Alternativen unter freiem Himmel

Pop-up-Campingplätze

In einigen Bündner Gemeinden werden aufgrund der grossen Nachfrage zusätzliche Stellplätze für Wohnmobile, Wohnwagen und Busse sowie Flächen für Zelte bereitgestellt. 

Mehr zu den Pop-up-Campingplätzen

Nomady – Camping abseits vom Camping

Nomady ist quasi das AirBnB für Camper. Auf der Plattform teilen Gastgeber ihre schönsten Naturplätze und Hütten, die gebucht werden können. Häufig sind auch Toiletten, Unterstände oder kleine Hütten auf dem Gelände verfügbar.

Mehr zu Nomady

Mit Respekt zu Flora und Fauna

Grundsätzlich gilt beim Campen ein respektvoller Umgang mit der Natur. Abfälle dürfen nicht zurückgelassen werden, dazu zählen auch Essensreste. Verlassen Sie den Ort so, wie Sie ich ihn antreffen möchten. Seien Sie rücksichtsvoll gegenüber den Wildtieren und machen Sie keinen Lärm. Von Feuer wird abgeraten.

SAC-Broschüre zum Thema

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