Kirche Surselva

Evangelische Kirche Safien Platz

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Johanneskirche in Safien-Platz
Seit 1510 steht die Kirche abseits vom Dorf auf einem Felssporn. Erst viel später gesellte sich das Wasserkraftwerk in unmittelbarer Nähe hinzu.

Beschreibung

Geschichte

Das heutige, spätgotische Gotteshaus von 1510 ersetzt einen älteren Bau, der in die romanische Zeit zurück geht, als noch die Rätoromanen um das Jahr 800 das Safiental ihr Eigen nannten. Im 14. Jahrhundert kamen die Walser vom Rheinwald her über den Safier- und Löchliberg ins Safiental. Die Walser übernahmen die bestehende Kapelle am Eingang der Carnusa-Schlucht. 1350 erfolgte die Gründung der Pfarrei Safien.

Zehn Jahre später erhielt das Gotteshaus eine Glocke, die noch heute die Gläubigen zusammenruft.

Baubeschreibung

Die neue Kirche wurde 1510 zu Ehren von Johannes, dem Täufer, geweiht. Sie trägt die Handschrift vom Meister Andres Bühler aus Gmünd in Kärnten. Sein Meisterzeichen und das Baudatum sind im Chorgewölbe zu sehen. Er hat auch in Thusis die Dorfkirche gebaut. Die spätgotische, nach Südosten gerichtete Anlage, bestehend aus Langhaus und dreiseitig geschlossenem Chor. Über dem Chor ein zweijochiges Sterngewölbe. Zwei spitzbogige Fenster mit Fischblasenmasswerken über Mittelstützen. In der Südwand gotisch gefaste Türe, über dem Schiff ein Rautengewölbe von drei Jochen. An der Nord- und Westwand eine Holzempore.
Der Turm: steht an der Südseite, mit spitzbogigen und einem rundbogigen Lichtschlitz. Die Glockenstube mit achteckigem Spitzhelm.

Ausstattung und Malereien

Über dem Schiff liegt ein Rautengewölbe mit auffallender Malerei. Blumen, ein Storch (Symbol für die Auferstehung und Wiederkunft Christi), zwei gekreuzte Kranichhälse (Symbolbild für Gemeinsamkeit und Wachsamkeit) sowie Masken mit Mützen (Sinnbilder für Vergangenheit und Zukunft) zieren die Gewölbezwickel. In den Schlusssteinen erkennt man das Monogramm Christi, das Wappen des Oberen Bundes und der Äbtissin Margareta von Reitnau vom Kloster Cazis, die den Auftrag für den Bau der Kirche gab (schwarze Kugel). Der dritte Schlussstein ist durchbrochen. Er hiess in vorreformatorischer Zeit «Heiliggeistloch». Während des Pfingstgottesdienstes liess man dort als Symbol des heiligen Geistes eine weisse, hölzerne Taube an einem Seil über den Gläubigen schweben.

Karte

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