Wo die Kultur der Ahnen noch lebt.

Safiental

Blick ins Safiental, Graubünden
Als das Volk der Walser im 13. und 14. Jahrhundert mit Sack und Pack aus dem oberen Rhonetal aufbrach, um Neuland zu suchen, liess sich eine Gruppe Siedler in einem Seitental des Vorderrheins nieder. Ihre neue Heimat nannten sie Safien. 800 Jahre später leben dort die Nachkommen immer noch in der Tradition ihrer Vorfahren. 
Camana im Safiental, Graubünden

Leise hat sich während der Nacht der Nebel übers Land gelegt. Nun streitet er sich mit der Sonne um die Herrschaft des Tages. Die Leute im Safiental wissen jedoch, dass ein herrlicher Sommertag angebrochen ist. Dann gehen sie «ins Heu». Und die Touristen können ihre Wanderschuhe schnüren und zu neuen Ufern aufbrechen. Eines davon finden Sie dort, wo das Tal beginnt, am Vorderrhein: Die «Ruinaulta», die wilde Schlucht des «Swiss Grand Canyon», ein Naturwunder.

Safierstall in der Surselva, Graubünden

Alte Ställe prägen die Kulturlandschaft im Safiental. Es sind Wahrzeichen von handwerklicher Tradition und Zeitzeugen vom handwerklichen Geschick der Bergler. Aus Respekt vor dem Werk der Ahnen werden selbst jene Ställe noch gepflegt, die nicht mehr gebraucht werden. Bleibendes Kulturgut sind auch die Zäune, mit denen die Hirten ihre Weiden abgrenzen. So einen «Stegelzuun» können Sie hinter dem Kirchlein von Safien-Thalkirch bewundern. Original Walser Design!

Ziegen im Safiental, Graubünden

Ich bin so satt, ich mag kein Blatt. Wo bleibt sie denn? Es ist Zeit, um gemolken zu werden. Wie sich das wohl auf Safiertütsch anhört, wenn die Bäuerin ihre Ziegen zusammenruft, denn hier im Safiental herrscht die alemannische Mundart der Walser vor. Aus der Milch wird vorzüglicher Ziegenkäse entstehen. Mundet übrigens mit einheimischem Bienenhonig köstlich.

Solarskilift Tenna

Zwei zusätzliche Drahtseile für einen Skilift! Da staunt der Fachmann. Wozu? Der Mann am Lift klärt auf: «Für da Pfuus denk». Grosszügig mit einem Augenzwinkern übersetzt heisst das: «um Strom zu produzieren.» An den beiden Kabeln hängen nämlich 246 Solarpanels. Der preisgekrönte Solarskilift – er produziert fast drei Mal so viel Strom als er selber braucht – ist ein weltweites Novum. Im Safiental begrüsst die Tradition den Fortschritt.