Öffentliche Anlage/Einrichtung Viamala

Bodenhaus

Beschreibung

Heimkehrende, reich gewordene Handelsleuten, Soldaten, Bäcker oder

Politiker, die ihren Wohlstand in Form eines prachtvollen, repräsentativen

Hauses zeigen wollten, wurden zur treibenden Kraft der Veränderung in

vielen Bündner Bauerndörfern. Durch ihre Häuser entstand ein neues

Dorfbild. Hier sehen wir ein eindrückliches Beispiel.

Vicari Johann Paul Zoya kehrte nach Jahren politischer Aktivität im Veltlin

nach Splügen zurück und befand, dass das nach dem Brand 1716 eben

wieder aufgebaute Oberdorf den Platz für sein zukünftiges Haus nicht bieten

kann. Also wich er auf den unbebauten "Bodä" aus. Er erstellte einen

mächtigen gemauerten Block von drei Geschossen, bedeckt mit einem

niederen Walmdach, welches die kubische Wirkung noch verstärkt. Das

Gebäude diente als Wohnhaus und vor allem als Lager für die Waren, mit

denen Zoya Handel trieb.

Nach dem Bau der ‘Commercialstrasse’ um 1820 wandelte sich das

Herrenhaus zum Hotel für eine gehobene Reiseklientel – einem der grössten

und prestigeträchtigsten im damals noch jungen Kanton.

Das Hotel Bodenhaus wurde so zu einem wichtigen Etappenort für Reisende

auf dem Weg zwischen Nord- und Südeuropa. Hier wurde gegessen,

übernachtet, die Pferde gewechselt und Neuigkeiten ausgetauscht.

Reisende, Händler, Beamte und Touristen machten hier Halt. Unter den

vielen Berühmtheiten, die das Bodenhaus als ‚erstes Haus’ in einer der

wichtigsten Poststationen der Alpen beherbergt hat, sticht der Philosoph

Friedrich Nietzsche als wohl prominenteste Persönlichkeit heraus.

Audio Guide

Bodenhaus Splügen

Karte

Verantwortlich für diesen Inhalt: Viamala Tourismus.

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