Deich Flims Laax Falera

Der Felssturz von Fidaz (10. April 1939)

Eine riesigen Schuttlawine begräbt Teile des Dörfchens Fidaz
...nachdem sich am Flimserstein rund 100'000m3 Fels lösten und zu Tale stürzten

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Eine Naturkatastrophe als Geburtsstunde neuen Lebens

Beschreibung

"Die grösste Naturkatastrophe der Schweiz seit Jahrzehnten"

So lautete die Schlagzeile in der Schweizer Illustrierten im April 1939 nachdem sich eine gewaltige Felsmasse von rund 100'000m3  vom Flimserstein löste und auf das Dorf Fidaz hinab donnerte.

Das stürzende Material erfasste das Kinderheim «Sunnehüsli» in Fidaz. Das Haus wurde dadurch völlig zerstört und 18 Menschen wurden getötet. Drei Kinder konnten glücklicherweise fast unversehrt aus dem Trümmerhaufen gerettet werden.

Um das Dorf vor weiteren spontanen Abgängen der gelösten Gesteinsmassen zu bewahren beschoss man die Felswand anschliessend  mit einer Infanteriekanone um sie vorzeitig zum Absturz zu bringen.

Noch 10 Jahre nach dem Unglück erkennt man deutlich die Schneise des Felssturzes. Wie eine "Narbe" verläuft sie senkrecht durch den unterhalb der Felswand angesiedelten Wald.

Aus ökologischer Perspektive ist der Felssturz jedoch gleichzeitig die Geburtsstunde jungen Lebens. Die entstandene Schneise bildet eine neue Nische für das Heranwachsen einer Pioniervegetation und somit einen Lebensraum für viele Tiere.

Nach 70 Jahren sind die Narben des Felssturzes verheitl und der Wald recht schnell und bereits 70 Jahren hat der Wald das verwüstete Gebiet zurückerobert.

Ein Besuch des Dörfchens Fidaz am Fusse des gigantischen Flimserstein lohnt sich allemal! Die Höhenwanderung Bargis-Fidaz-Flims führt entlag des Fusses des Flimsersteins und bietet somit eine gute Gelegenheit sich auf eigene Faust auf die Suche nach den verblassten Spuren des Felssturzes zu machen.

Bereits vor schätzungsweise 9450 Jahren ereignete sich am Flimserstein der wohl grösste Bergsturz der Schweizer Alpen - der Flimser Bergsturz - bei welchem rund 10km3 Fels zu Tal stürzten, welche zur Entstehung des heutigen eindrücklichen Landschaftsbildes führten, wie z.B. der einzigartigen Ruinaulta (Rheinschlucht).

Sie wollen mehr über das Thema Fels- und Bergstürze oder Erdbeben im UNESCO Weltnaturerbe Sardona erahren? Dann lohnt sich ein Besuch in der Ausstellung BergeBeben in Vättis.

Wegbeschreibung

Öffentliche Verkehrsmittel

Zug bis Chur, umsteigen auf das Postauto nach Flims Laax Falera, Haltestelle Flims Post, ab dort mit dem Flims Laax Falera Shuttle in Richtung Bargis, Haltestelle Fidaz (mit der Gästekarte oder dem Einheimischen-Ausweis ist der Shuttle kostenlos)

Anfahrt

von der A3/A13 aus Richtung Chur oder aus Richtung San bernardino bei der Ausfahrt Reichenau (Nr. 18) abbiegen in Richtung Flims. Es emphiehlt sich das Auto auf einem der zahlreichen Parkplätze bei der Flimser Talstation abzustellen unnd von dort mit dem Flims Laax Falera Shuttle in Richtung Bargis, weiter bis Fidaz zu fahren

Parken

kostenpflichtige Parkplätze im Parkhaus an der Flimser Talstation

Karte

Verantwortlich für diesen Inhalt UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona.

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