Öffentliche Anlage/Einrichtung Viamala
Pulverhütti
Beschreibung
Einsam zwischen Hinterrhein und Autobahn, stehen auf einem kleinen
Felsbuckel zwei unscheinbare, archaische Steinhütten mit dicken Mauern
und winzigen Fenstern.
Die Hütten sind klein – nur etwa 4,5 mal 3 Meter gross – und bestehen aus
einem einzigen tonnengewölbten Raum. Licht dringt nur durch wenige
schmale Öffnungen ins Innere. Alles an ihnen wirkt robust, einfach und auf
Dauerhaftigkeit ausgelegt.
Warum sie gebaut wurden, ist bis heute nicht ganz geklärt. Der Flurname
«Pulverhütti» deutet darauf hin, dass hier einst Sprengstoff gelagert wurde.
Dafür sprechen die massive Steinbauweise und die isolierte Lage weit weg
vom Dorf. Man vermutete, dass dort der Sprengstoff, der für den Bau der
‘Commercialstrasse’ um 1820 gebraucht wurde, gelagert wurde.
Untersuchungen der verbauten Hölzer zeigen jedoch, dass die
Hütten erst um 1885 entstanden sind. Vermutlich wurden sie von der
Schweizer Armee gebaut. Im Ersten Weltkrieg dienten sie jedenfalls als Lager
für militärische Munition. Also doch Pulver.
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Pulverhütti
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