Öffentliche Anlage/Einrichtung Viamala
Schorsch-Albertini-Haus
Beschreibung
Dieses Haus zeigt, wie wohlhabend einzelne Familien in Splügen damals
waren. Kurz nach dem verheerenden Dorfbrand von 1716 liess Christoffel
von Schorsch dieses eindrucksvolle Bauwerk errichten. Es steht direkt an der
(für Alpenüberquerungen, Name Brücke) wichtigen Brücke und war für alle
Passanten, die durch das Dorf kamen gut sichtbar. Als Bauplatz stand an
dieser Stelle nur ein schmaler Streifen zur Verfügung: also musste man in die
Höhe bauen. Die hohe Fassade, die regelmässigen Fenster und die
kunstvollen Eisengitter verraten, dass sich die Bauherren an europäischen
Vorbildern orientierten. Der Besitzer hatte wichtige Ämter in den Bündner
Untertanengebieten südlich der Alpen inne und verfügte über gute Kontakte
nach Italien. Das dahinterliegende Albertini-Haus ist mit dem Hauptbau
verbunden ist. Im Haus findet sich eine Darstellung des römischen
Handelsgottes Merkur.
Sie zeigt auf, wie der Reichtum der Familie mit Handel, Reisen und den
Passverbindungen über die Alpen verwoben war. Als das Haus gebaut wurde,
gehörte Splügen zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Graubündens:
Wer über den Splügen- oder den San-Bernardino-Pass reiste, kam
zwangsläufig hier vorbei.
Dieses Haus war eine Art Visitenkarte der Familie von Schorsch.
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Schorsch-Albertini-Haus
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