Bündner Pärke.

Kategorien und Übersicht

Blick vom Bergdorf Lohn ins Val Schons im Naturpark Beverin
In der Schweiz werden neben dem Schweizerischen Nationalpark mit einer eigenen Gesetzgebung drei Parkkategorien unterschieden: Nationalpark, Regionaler Naturpark und Naturerlebnispark. 

Situation in Graubünden

Neben dem Schweizerischen Nationalpark gibt es im Kanton Graubünden vier weitere Pärke, die Biosfera Val Müstair, den Naturpark Beverin, den Parc Ela und den Parco Val Calanca. Der Kanton Graubünden hat auch Anteil am UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona (kantonsübergreifend GR/SG/GL). Zudem bilden der Schweizerische Nationalpark, der Regionale Naturpark Biosfera Val Müstair und Teile der Gemeinde Scuol das UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair.

Übersichtskarte Pärke in Graubünden

Schweizerischer Nationalpark

Der Schweizerische Nationalpark (SNP) wurde 1914 als erster Nationalpark Mitteleuropas im Engadin und der Val Müstair gegründet. Er ist ein Wildnisgebiet mit einer 170km² grossen Kernzone, in der sämtliche Lebewesen und natürlichen Prozesse strikt geschützt sind. Sinn und Zweck des SNP sind in einem eigenen Bundesgesetz geregelt. Nebst dem Naturschutz gehören die wissenschaftliche Forschung und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu den Kernaufgaben. 

Regionaler Naturpark

Die Perimeter der Regionalen Naturpärke befinden sich im ländlichen, teilweise besiedelten Raum. Regionale Naturpärke setzen sich für den Erhalt und die Aufwertung der vorhandenen Natur- und Kulturwerte ein und streben eine nachhaltige regionale Entwicklung an. Ein Regionaler Naturpark baut auf bestehenden gesetzlichen Grundlagen auf und hat damit keine neuen Vorschriften, Gesetze oder Zonierungen für die Region zur Folge. Im Kanton Graubünden bestehen die Regionalen Naturpärke Parc Ela, Naturpark Beverin Biosfera Val Müstair und der Parco Val Calanca.

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UNESCO-Biosphärenreservat

Ein Regionaler Naturpark wird als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt, wenn zusätzliche Kriterien erfüllt sind. Dazu gehören die Zonierung in eine Kern-, Pflege- und Entwicklungszone, die biogeografische Repräsentativität der Region und das Durchführen von Forschungsprojekten. Sie erfüllen eine Schutzfunktion zur Erhaltung der Genressourcen, Tier- und Pflanzenarten, Ökosysteme und Landschaften; fördern eine nachhaltige Entwicklung; und haben einen Schwerpunkt im Bereich Forschung sowie Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Der Regionale Naturpark Biosfera Val Müstair, der Schweizerische Nationalpark und Teile der Gemeinde Scuol bilden das UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair.

Aussicht bei Sta. Maria im Val Müstair

UNESCO-Welterbestätte

Neben den verschiedenen Pärken und den UNESCO-Biosphärenreservaten gibt es UNESCO-Welterbestätten. Die UNESCO verfolgt das Ziel, Kultur- und Naturgüter mit aussergewöhnlichem universellem Wert zu erhalten. Zu den Naturgütern zählen beispielsweise Ökosysteme, Zeugnisse der Evolutionsgeschichte, Naturparadiese oder Schutzreservate von Tieren und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind. Neben den UNESCO-Weltnaturerben Jungfrau Aletsch und Monte San Giorgio gehört die Tektonikarena Sardona mit Flächenanteil im Kanton Graubünden zu den Schweizer Weltnaturerbestätten.

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