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Der erste Golfplatz der Schweiz

Der erste Golfplatz der Schweiz im Engadin
Das Engadin ist seit jeher Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse. Einer Legende nach wurde im Schweizer Hochtal der Wintertourismus «erfunden». Der St. Moritzer Hotelier Johannes Badrutt überzeugte die Ladies und Gentlemen von der «Insel» auch im Winter ins Engadin zu reisen. 1889 liess sich Conradin von Flugi – ebenfalls ein gewiefter Gastgeber – in England für den Bau des ersten Golfplatzes der Schweiz inspirieren.

Zwei Jahre später war es so weit: Zwischen dem heutigen Bahnhof und St. Moritz Bad putteten die ersten Gäste auf Schweizer Boden. Es folgte eine regelrechte Blütezeit des Golfsports. Immer mehr Spieler zog es nach Graubünden. Selbst die Einheimischen kamen auf den Geschmack und verdienten sich als Caddie etwas dazu.

Der erste Golfplatz der Schweiz im Engadin

In der Nachbargemeinde Samedan witterte der Direktor des «Hotel Bernina» seine grosse Chance: Nach verschiedenen weiteren 9-Loch-Plätzen in St. Moritz liess er den ersten 18-Loch-Platz im Engadin bauen. Golfen war definitiv zur beliebten Alternative zum Bergsteigen und zur Höhenkur aufgestiegen.

Der erste Golfplatz der Schweiz im Engadin

Heute finden Freunde des Rasenspiels insgesamt 36 Löcher im Oberengadin vor. In St. Moritz blieb lediglich der 9-Loch-Executive-Platz des Hotels Kulm übrig. Stararchitekt Mario Verdieri hatte die Greens und Fairways 2001 konzipiert. Drei Jahre später folgte ein 18-Loch-Platz in Zuoz-Madulain. Zusammen mit der Anlage in Samedan gehört er zum «Engadine Golf Club» dem ältesten Golf Club der Schweiz, gegründet 1893. Man darf gespannt sein, wie es mit der Golfgeschichte im Engadin weitergeht.

Golfen im Engadin