Öffentliche Anlage/Einrichtung Viamala
Brüggahuus (Untere Mühle)
Beschreibung
Wie in so vielen Dörfern in dieser Höhenlage war auch in Splügen die
Viehwirtschaft massgebend – eine geniale Methode um garstiges Gras in
delikates Fleisch zu verwandeln. Korn vom heimischen Acker hingegen war
hier eine Rarität. Zu karg die Böden, zu kurz der Sommer. Es erstaunt uns
also nicht, dass Getreideimport im Rheinwald schon seit dem 14. Jahrhundert
belegt ist. Doch auch importiertes Getreide musste gemahlen werden. Und so
gehörten Mühlen zur Grundausstattung eines Dorfes.
Das ‘Brüggahuus’ am nördlichen Kopf der Rheinbrücke ist eine von zwei
Mühlen, die in Splügen nachgewiesen sind. Wie ihr Pendant weiter oben am
Bach folgt sie dem für die örtlichen Bauernhäuser üblichen Bauschema – mit
dem Unterschied, dass das Zwischengeschoss des gemauerten Sockels hier
nicht als Pferdestall oder Warenlager, sondern als Mahlraum diente.
Das Haus ist auf 1695 datiert. Das ‘Brüggahuus’ gehört somit zu den wenigen
Bauten Splügens, die den verheerenden Dorfbrand von 1716 überstanden
haben. Untypisch für eine Mühle ist die prominente Lage direkt am
Rheinübergang, denn das Müllerhandwerk war zwar lukrativ aber wenig
angesehen.
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Karte
Brüggahuus (Untere Mühle)
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