Öffentliche Anlage/Einrichtung Viamala
Christkönigskirche
Beschreibung
Italienischen Arbeitsmigranten, die sich während der Sommersaison im
lokalen Gastgewerbe betätigten und den Bauern bei der Heuernte halfen,
brachten auch den katholischen Glauben zurück ins Tal.
Weit ausserhalb des historischen Dorfkerns, an der Splügenpassstrasse,
nahe der Brücke über den Hüscherabach wurde eine Kapelle errichtet. Heute
wird diese unter dem Namen Hüschera Lodge als Unterkunft genutzt. Die
Christkönigkirche, die wir hier sehen, wurde 1939 errichtet und wird immer
noch als Gotteshaus genutzt. Sie wurde von einem auswärtigen Architekten
entworfen, dem jungen Aargauer Kurt Zehnder, die Ausführung lag jedoch bei
einheimischen Handwerkern.
Dieser Bau repräsentiert einen retrospektiven Heimatstil, wie er sich im
Kontext der Geistigen Landesverteidigung der 1930er-Jahre herauszubilden
begann: Traditionelle Werte und regionale Identitäten gewannen an
Bedeutung. Und so verbindet diese Kirche regionale Bauweisen mit
modernen Elementen, geprägt von Schlichtheit, lokalen Materialien und
Funktionalität.
Auffällig ist der Glockengiebel über dem Eingang. Er signalisiert schon von
weitem die Funktion des Gebäudes. Und wo eine Kirche steht, ist das
Pfarrhaus nicht weit.
Näher als bei diesem Beispiel kann es nicht sein. Dieser, der Kirche
vorgelagerte schlichte Bau lehnt sich in Form und Materialisierung an der
bäuerlichen Bautradition des Ortes an. Die hölzerne Erscheinung drückt
seine hierarchisch untergeordnete Stellung gegenüber dem steinernen
Sakralbau aus.
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Karte
Christkönigskirche
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