Kapelle Surselva

Wegstock bei Losisboden, Obersaxen

Kapelle Bruder Klaus, Obersaxen
Kapelle Bruder Klaus, Obersaxen

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Kapelle Bruder Klaus, Obersaxen
Die kleine Kapelle befindet sich an der Hauptstrasse zwischen Chummenbühl und Meierhof. Zwei rote Bänkli laden bei wundervollem Panorama zum Verweilen ein.

Wegstock bei Losisboden, Obersaxen

Beschreibung

Der katholische Bruder Klaus Wegstock befindet sich beim "Holiacht" im "Undar Heboort", ca. 200 m westlich vom Lorischboden und ca. 800 m nordöstlich der Pfarrkriche von Meierhof an der Strasse zwischen Affeier und Meierhof.
Der kleine Bildstock wurde vor dem Jahre 1742 als Kreuzkapelle erbaut. Über die Kapellengeschichte der folgenden 200 Jahre ist nichts bekannt. Sie wurde 1949 von Kunstmaler Alois Carigiet (1902-1988), der zehn Jahre seines Lebens in Platenga verbrachte, renoviert. Dabei erhielt die Kapelle ein von Otto Morger gestiftetes Schindel- dach aus Lärchenholz. Das Eisengittertürchen der Kapelle war früher einmal die Friedhoftüre von Meierhof und wurde von Schmiedmeister Georg Sax für die Kapelle zurecht geschmiedet. Der Künstler Alois Carigiet hat das kleine Gotteshaus ausgemalt. Am 25. September 1949 erfolgte die Einweihung zu Ehren von Bruder Klaus (1417-1487), Bauer, Ratsherr, Richter und Tagsatzungs-gesandter, ab 1467 Einsiedler. Bruder Klaus wurde 1947 heilig gesprochen. Anlässlich der Renovation 2002 erhielt die Kapelle ein neues Dach.
Die einräumige Kapelle ist nach Südosten gerichtet. Sie ist flach geschlossen und öffnet sich zur Strasse hin mit einem grossen Bogen. Die Wegkapelle ist mit einer Quertonne, in welche zwei seitliche Stichkappen einschneiden, be-deckt. An der Decke ist ein siebenzackiger Stern mit dem IHS-Monogramm aufgemalt. Die Kapelle ist innen 2,25 m breit und 2,07 m tief.
Alois Carigiet, der 1942 während der Wache im 2. Weltkrieg eine sehenswerte Bildreihe im Pfarrhaus Meierhof geschaffen hat, malte über dem Altar den betenden Bruder Klaus in brauner Kutte mit Rosenkranz, den Blick nach Westen gerichtet. Über seinem bärtigen Haupt ist die Strahlensonne mit Kelch und Hostie abgebildet. Links hinter Bruder Klaus sieht man im Hintergrund die Kapelle im Ranft bei Flüeli. Links des Kapellenpatrons ist ein Engel mit goldenen Flügeln, eine rote Fahne und ein Schwert tragend, als Sinnbild des Bürgers und Richters Nikolaus von der Flüe, aufgemalt. Rechts des Einsiedlers steht ein zweiter Engel mit goldenen Schwingen mit Hacke und Sense als Symbol für den Bauern Nikolaus. Das Gemälde wird so interpretiert, dass die beiden vom hl. Bruder Klaus wegschauenden Engel ihm seine bisherigen Pflichten wegtragen, damit er frei wird und sich als Eremit zurückziehen kann.
Der Fussboden ist mit groben Natursteinplatten belegt. An der weiss verputzten Fassade befindet sich im Giebelfeld ein griechisches Kreuz nebst der Inschrift "R. 1949". Das vorspringende Satteldach ist geschindelt.

(Erfasst durch: Regiun Surselva)

Karte

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