Graubünden Ferien Schweiz

Ein Fischerwochenende im Calancatal

Etwas Italianità und viel Graubünden

In Graubünden gibt es viele bekannte Forellengewässer wie den Inn, die Moësa oder diverse kleine Bergbäche. Das Calancatal ist jedoch ein echter Geheimtipp – auch für Nichtfischer, die gerne wandern und entspannen.

Von Bastian Bodyl

Mediterranes Fischererlebnis in den Alpen

Fischen im Calancatal ist für mich immer etwas Besonderes. Das Klima erinnert an Norditalien oder den italienischsprachigen Nachbarkanton, trotzdem befindet man sich noch in Graubünden. Sehr ursprünglich präsentiert sich die Region. So ist der Bach Calancasca weniger verbaut als in anderen Tälern. Weit oben im Calancatal wird er gefasst und ins Misox abgeleitet.

Bastian Bodyl fischt in der Calancasca (Foto: © Bastian Bodyl)

Im Sommer führt die Calancasca wenig Wasser und ist dadurch sehr gut zugänglich. Von schnellen, steilen Passagen bis zu tiefen, ruhigen Pools und langsam fliessenden Strecken bietet die Calancasca alles, was das Fischerherz begehrt.

Fischerin in der Calancasca (Foto: © Bastian Bodyl)

Zu Besuch im autofreien Bergdorf

Da ich mit Frau und Kind unterwegs war, standen neben dem Fischen weitere Punkte auf dem Programm. Mit der Seilbahn fuhren wir nach Landarenca. Landarenca ist ein echtes Schmuckstück im Calancatal. Das Dorf liegt oberhalb von Selma und ist nur mit der Seilbahn oder zu Fuss erreichbar.

Bergdorf Landarenca im Calancatal (Foto: © Bastian Bodyl)

Landarenca ist somit wohl einer der wenigen wirklich autofreien Orte in der Schweiz, durch die engen Gassen passt auch schlicht kein vierrädriges Gefährt. Trotz der ruhigen Lage ist Landarenca sehr lebendig. Das liegt wohl auch daran, dass die Seilbahn automatisiert 24 Stunden am Tag fährt.

Von Landarenca aus kann man auch einige Wanderungen und Spaziergänge unternehmen mit einer schönen Aussicht über das Calancatal. Die Osteria, ein kleines Restaurant, mitten im Dorf lädt zudem zum Verweilen ein.

Wandertipp

Calancatal (Foto: © Bastian Bodyl) Calancatal (Foto: © Bastian Bodyl)

«Hätten wir nicht überall Bündner Fahnen und Nummernschilder gesehen, hätten wir uns definitiv in Italien gewähnt.»

Treffpunkt La Cascata

Eine Unterkunft im Calancatal zu finden, ist gar nicht so einfach. Im Tal selber gibt es nur wenige Hotels und einige Bed and Breakfast.

Schlussendlich haben wir ein Zimmer im Hotel La Cascata gefunden. Eine Genossenschaft, die das Hotel trägt, sanierte das historische Gebäude mitsamt wunderschönem Speisesaal vor einiger Zeit. Sowohl Gäste als auch Einheimische treffen sich im La Cascata, zu dem auch ein Restaurant und eine Pizzeria gehören.

La Cascata (Foto: © Bastian Bodyl)

Die Pizzas schmeckten fantastisch und dank dem guten Wetter konnten wir diese draussen mit Blick auf den Wasserfall bei Augio geniessen. Hätten wir nicht überall Bündner Fahnen und Nummernschilder gesehen, hätten wir uns definitiv in Italien gewähnt.

Pizza im La Cascata (Foto: © Bastian Bodyl)

Geheimtipp Calancasca

Das Wasser der Calancasca ist selbst im Sommer sehr kalt, was Forellen mögen, Badegäste eher weniger. An vielen Stellen erinnert sie an bekannte Bäche im Tessin. Sie ist jedoch weniger überlaufen und deshalb ein echter Gemeintipp – nicht nur für Fischer.

Bastian Bodyl
Bastian Bodyl

Auf seinem Blog alpenforelle.ch berichtet Bastian Bodyl von seinen Erlebnissen und gibt hilfreiche Tipps zum Fischen in Graubünden und anderen Regionen.

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