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Graubünden Ferien Schweiz

Ein Tag im Heidiland

Im Heididorf auf den Spuren von Weltstar Heidi

Heididorf, Maienfeld

Ein Haus, eine Hütte und ein Museum stehen im Zentrum. Das Heididorf in Maienfeld bietet aber noch mehr. Vor allem versetzt es die kleinen und grossen Besucher in die Zeit der Heidi-Geschichte zurück. Und: Hier beginnt auch der Erlebnisweg auf die Heidialp mit der Original-Heidihütte.

Von Anita Fuchs

Original-Filmrequisiten

«Schaut, dort ist das Heidihaus!», ruft Seraina, kaum im Heididorf angekommen und zeigt auf das aus Stein und Holz gebaute Gebäude. «Können wir rein gehen?», fragt Ladina. Später. Erst muss die Familie Eintrittskarten kaufen. Auf dem Weg zum Dorfladen dreht sich Seraina plötzlich zur Seite, rennt zum Ziegengehege, öffnet das Törchen und streichelt sanft eines der Tiere. «Heisst eines vielleicht Bärli und ein anderes Schwänli?», fragt sie ihre Schwester. Die Heidi-Geschichte ist schon präsent.

Übersicht Heididorf

«Jetzt sollten wir weiter gehen!», fordert Papi die Mädchen nach rund einer Viertelstunde auf. Kurz darauf sehen sie sich im Dorfladen um. Neben einheimischen Spezialitäten entdecken sie eine Vielzahl Heidi-Souvenirs. Und die kleinste Poststelle der Schweiz. Seraina und Ladina schreiben ihren Gottis eine Karte, drücken ihnen den Sonderstempel auf und werfen sie in den gelben Briefkasten. «Ab die Post» gilt nun auch für sie.

Langsam, ja schon fast andächtig steigen sie die Treppe hoch. Das Museum «Johanna Spyris Heidiwelt» erwartet sie. Ein mehr als zwei Meter langer Holzschlitten mit Schnüren als Sitzfläche zieht ihre Blicke auf sich. Weitere Original-Requisiten aus dem Heidi-Film von 2015, so Kostüme und der Rollstuhl von Klara, fesseln die jungen Besucherinnen. Sie interessiert primär die Neuzeit, Papi und Mami fasziniert auch Altertümliches. Sogar den Original-Schirm des Heidifilms 1952 entdecken sie.

Mueseum im Heididorf

Comics, Filme, Bücher und mehr

Auf ihrer Erkundungstour erfährt die Familie, dass im Zusammenhang mit Heidi schon viele Comics illustriert, noch mehr Filme gedreht und vor allem unzählige Bücher publiziert wurden. «Boah», durchbricht Ladina die Stille plötzlich. «Der Name Heidi wurde zwischen 1999 bis 2014 beachtliche 500 Millionen Mal in Medien erwähnt.» «Dass Heidi ein Weltstar ist, verdanken wir Johanna Spyri», sagt Papi. «Sie schrieb den Heidi-Roman 1879.» Natürlich gebührt auch ihrer Biografie ein Plätzchen.

«Ui, so möchte ich nicht wohnen.»

 

Seraina mag nicht länger im Museum verweilen; sie will wissen, wie Heidi anno dazumal im Dorf wohnte. Sie zieht Mami am Arm und marschiert, an gackernden Hühnern vorbei, zum Heidihaus. Gespannt passiert die Kleine das Drehkreuz. «Ui», sagt sie während der Besichtigung der verschiedenen Räume immer wieder, «so möchte ich nicht wohnen.» Zu gefallen scheint es ihr allerdings in der rustikalen Stube, wo sie sich mit ihrer Schwester und Papi an den Tisch setzt und so tut, als würde sie essen.

Heidihaus im Dorf Stube im Heidihaus

Ziegen in der Alphütte

Nun geht’s weiter. Heidis Alphütte ist die nächste Station. «Was, die Ziegen schliefen am gleichen Ort wie Heidi und Alpöhi!», bemerkt Ladina erstaunt, als sie den integrierten Ziegenstall entdeckt. Müde scheint Seraina zu sein. «Da würde ich mich gerne hineinlegen», sagt sie im Obergeschoss, am Rande des Strohbettes sitzend. Aus den Lautsprechern ertönt Vogelgezwitscher und Murmeltierpfeifen, kurz darauf blitzt und donnert es. Ladina und Seraina schauen sich fragend an.

Schlafzimmer von Heidi

«Jetzt laufen wir noch auf die Heidialp», sagt Mami wenig später. Erst geht’s für wenige Meter über einen eher schmalen, steilen Weg, ehe er in eine breite, regelmässig ansteigende Waldstrasse mündet. Die Mädchen bleiben auf dem Erlebnisweg bei jeder Tafel stehen, lesen die kurzen Texte aufmerksam und machen wo möglich die entsprechende Aktivität. Beim Posten 6 posieren sie lässig zwischen den aus Holz geschnitzten Figuren von Heidi, Geissenpeter und Alpöhi.

Romantisches Bergbeizli

«Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge …», singt Seraina plötzlich. Immer und immer wieder. Bis sie das Baumhaus entdeckt und losrennt. Von hier sind es noch drei Kurven, ehe Ladina die Schweizer Fahne sieht. «Dort befindet sich die Original Heidihütte», weiss sie. Im romantischen Bergbeizli mit der phänomenalen Aussicht stärkt sich die Familie. «So fein», sagt Seraina, während sie herzhaft in ihr Stück Bündner Nusstorte beisst. «Heidi hätte diesen Kuchen sicher auch gerne gehabt.»

Restaurant im Heididorf
Anita Fuchs
Anita Fuchs

Anita Fuchs lebt in Jenins und betätigt sich gerne sportlich.

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