Event Chur

Ich steh mit einem Fuss im Grabe – Konzerte mit Bachkantaten Bach-Verein Chur

Ich steh mit einem Fuss im Grabe – Konzerte mit Bachkantaten Bach-Verein Chur (gdl_855934004_image)
Samstag, 21. März 2026, 19.00 Uhr Reformierte Kirche Grüsch
Sonntag, 22. März 2026, 17 Uhr Comanderkirche Chur

Beschreibung

Datum
22.03.2026 von 17:00 bis 18:15 Uhr
Preis
Eintritt: 40.- / Kinder bis 16 Jahre gratis, Studenten und Vereinsmitglieder: 10.- Ermässigung
Kulturlegi 50%
Ort
Comanderkirche
Veranstalter
Bach-Verein Chur

Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht BWV 105
Ich steh mit einem Fuss im Grabe BWV 156
Herr, wie du willt, so schick's mit mir BWV 73
Schlusschoral aus BWV 36a "Grüne, blühe, lebe lang" (zum Geburtstag von J.S. Bach am 21. März)

Die drei Kantaten bilden thematisch eine eindrucksvolle Folge innerer Seelenbewegungen zwischen Angst, Todesnähe und schliesslich vertrauensvoller Ergebung in Gottes Willen. BWV 105 stellt dabei den dramatischsten Ausgangspunkt dar: Die Seele steht vor Gottes Gericht und erkennt ihre eigene Schuld. Angst, Zerknirschung und ein stark ausgeprägtes Gefühl der Unzulänglichkeit prägen den Ausdruck. Die Kantate zeichnet einen Weg von der panischen Bitte um Verschonung hin zur Erkenntnis, dass allein Gottes Gnade Rettung bringen kann. In BWV 156 wird die existenzielle Bedrängnis weitergeführt, jedoch in einer ruhigeren, fast resignativen Haltung. „Ich steh mit einem Fuss im Grabe“ beschreibt einen Menschen, der das eigene Ende deutlich vor Augen hat und gleichzeitig in zarter Hoffnung verharrt. Der bekannte langsame Eingangssatz mit der weichen Oboenmelodie verleiht der Kantate eine kontemplative Dimension: Zwischen Todesnähe und Trost entfaltet sich ein stilles Vertrauen, das noch fragil, aber bereits tröstend wirkt. BWV 73 schliesslich führt diesen inneren Prozess zu einem Punkt reifer Hingabe: „Herr, wie du willt, so schick’s mit mir“ ist geprägt von einem fest entschlossenen Vertrauen in Gottes Führung, auch wenn sein Wille für den Menschen unergründlich bleibt. Der Tonfall ist nicht mehr angstvoll oder resignativ, sondern geprägt von aktiver Zustimmung zur göttlichen Fügung. Die drei Kantaten zeichnen einen geistlichen Weg, wie Bach ihn oft in seinen Kirchenwerken darstellt: von der Furcht vor Gottes Gerechtigkeit, über die Erfahrung menschlicher Schwäche und Todesnähe, hin zu einer bewussten, hoffnungsvollen Hingabe an den göttlichen Willen.

Das Ensemble
Bach-Chor Chur
Bach-Orchester Chur

Manuela Tuena, Sopran
Nora Bertogg, Mezzosopran
Christoph Waltle, Tenor
Mattias Müller-Arpagaus, Bariton

Maria Scheidegger, Violine 1
Jacoba Mlosch, Violine 2
N.N., Viola
N.N., Violoncello
Daniel Sailer, Kontrabass

Sonja Reinthaler, Oboe 1
Luzi Juon, Oboe 2
N.N. Horn

Pieder Jörg, Orgel/Cembalo

Veranstaltungsort

Comanderkirche

Sennensteinstrasse 28, 7000 Chur

Verantwortlich für diesen Inhalt: Mattias Müller-Arpagaus.

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