Wo Steinbock und Murmeltier sich «Gute Nacht» sagen.

Versteckte Täler

Avers-Cresta
Avers-Cresta, Ferienregion Viamala
In Graubünden leben so wenige Menschen wie sonst nirgends in der Schweiz; im Durchschnitt sind es gerade einmal 28 Personen pro Quadratkilometer. Für Einheimische wie auch für Feriengäste gibt es deshalb genügend Platz. Das gilt insbesondere in den weniger bekannten Tälern.

Mehr Murmeltiere als Menschen.

Avers

Ein Tal, in dem man sich bestimmt nicht gegenseitig auf die Füsse tritt, ist das Avers. Hier leben pro Quadratkilometer nur zwei Personen. Bekannt ist es, wenn überhaupt, für das Bergdorf Juf, zuhinterst im Tal. Auf 2126 m ü. M. ist es die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung Europas. Heute leben dort im Sommer noch gut zwei Dutzend Familien. Die meisten von ihnen arbeiten im Tourismus oder in der Landwirtschaft.

Ausserhalb der kleinen Walsersiedlungen ist die Wahrscheinlichkeit höher, einem Murmeltier zu begegnen als auf einen anderen Menschen zu treffen; insbesondere im Bergalgatal. Wandert man dort auf dem Murmeltier-Lehrpfad, hat man fast eine Garantie, dass man die alpinen Nager aus nächster Nähe zu Gesicht bekommt. Am Ende des einfachen und weitgehend flachen Wegs erreicht man eine Alp, auf der im Sommer ein Beizli (kleine einfache Gaststätte) betrieben wird.

Unsere Empfehlungen.

Touren und Unterkunft

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Murmeltier-Lehrpfad Avers-Bergalga
Murmeltier-Lehrpfad

Auf dem weltweit einmaligen Erlebnis- und Lehrpfad begegnen Sie Murmeltieren in ihrem natürlichen Lebensraum. An elf Stationen erfahren Sie viel Wissenswertes über das Leben der putzigen Nagetiere.

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Enzian
Bluämawäg

Mittelschwere Wanderung zwischen Avers Cröt und Innerferrera, auf welcher Sie mit Hilfe einer App die herrliche Blumenpracht studieren können. Der Weg erfordert gute Trittsicherheit und ist für Kinder nicht geeignet.

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Zimmer im Hotel Capetta
Hotel Capetta

Acht moderne Zimmer mit Blick in die alpine Landschaft erwarten Sie im Hotel Capetta. Gästen mit Halbpension wird ein stärkendes Frühstück und abends ein abwechslungsreiches 4-Gang-Menü oder à la Carte-Gericht serviert.

Avers-Juf
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Hintergrundbericht

Auf dem Dach Europas.

Zu Besuch in Juf/Avers

Jahrhunderte lang galt das Avers als «vergessenes Tal». Heute leben noch 22 Avner im hintersten Weiler Juf – auf 2126 Metern. Es ist die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung in Europa.

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Karte Standort Avers

Beratung und Anreise

Wünschen Sie weitere Angaben und Tipps zum Avers? Die regionale Gästeinformation hilft Ihnen gerne weiter.

Nur per Seilbahn erreichbar.

Val Calanca

Für das zweite Tal geht es in den Süden; über den San-Bernardino-Pass ins italienischsprachige Graubünden. Hier liegt die Val Calanca, ein Seitental des Misox. Seine Flanken sind so steil, dass man in dieser Gegend auch noch Anfang des 20. Jahrhunderts, als überall sonst Strassen für Autos gebaut wurden, auf den Warentransport mit Maultieren setzte.

Zu den Dörfern Landarenca und Braggio führen bis heute keine asphaltierten Strassen. Man erreicht sie mit Seilbahnen oder wie anno dazumal zu Fuss über die alten Säumerwege. Weil diese Pfade so lange benutzt wurden, sind sie in der Val Calanca besonders gut erhalten. Zudem verbinden sie ein kleines Dorf mit dem nächsten und bieten dadurch das perfekte Wegenetz, um das Tal zu Fuss zu erkunden. Das kann man zum Beispiel auf der Via Calanca machen. Sie führt in drei Etappen vom letzten Dorf Rossa bis zum Talausgang bei Grono.

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Touren und Unterkunft

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Aussicht auf dem Sentiero Alpino Calanca (© Roman Huber)
Sentiero Alpino Calanca

Der San-Bernardino-Pass, das Tor zum Süden Graubündens, ist Ausgangsort eines spektakulären Höhenweges. Der Sentiero Alpino Calanca führt entlang dem schroffen Gebirgskamm zwischen der Val Calanca und dem Misox.

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Landschaft im Val Calanca, Graubünden
Panoramaweg

Aussichtsreiche Familienwanderung auf der Terrasse hoch über der Val Calanca. Der Weg führt durch Wälder, Dörfer und Maiensässe, an Felsen und Schluchten vorbei bis auf den Talgrund. Dauer: etwas mehr als zwei Stunden.

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Bed & Breakfast Ai Cav im Calancatal
Ai Cav Calanca

Bed and Breakfast mit drei Doppelzimmern und einem Zimmer im Dachstock für sechs Personen. Eingerichtet wurde es in einem histori­schen Gebäude von 1864, gleichzeitig bietet es aber alle Annehmlichkeiten der heutigen Zeit.

Parco Val Calanca (© Nico Schärer)
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Erlebnisbericht

Das steinreiche Tal von Santa Maria bis Rossa erwandern.

48 Stunden in der Val Calanca

Das Tal ist schmal, aber nicht beengend, denn die Bewohner haben mit Fleiss und Stein eine Zivilisation voller Herzlichkeit erschaffen.

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Karte Standort Val Calanca

Beratung und Anreise

Wünschen Sie weitere Angaben und Tipps zur Val Calanca? Die regionale Gästeinformation hilft Ihnen gerne weiter.

Eine Sackgasse, aber nur für Autofahrer.

Safiental

Das dritte Tal erreicht man im Vergleich zu den anderen beiden rascher: Von der Kantonshauptstadt Chur dauert die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ins Safiental nur eine gute Stunde. Ruhig ist es hier aber trotzdem. Das mag daran liegen, dass die Postbusse seltener fahren, die einzige Strasse dafür umso kurvenreicher ist. Auf den ersten Kilometern ist das Tal eng. Das kleine Bergdorf Tenna mit seiner markanten Kirche thront deshalb weit oberhalb des Talgrunds auf einer natürlichen Terrasse.

Weiter hinten, in Turrahus, öffnet sich die Landschaft. Hier findet man auf einer Ebene die letzten verstreuten Bauernhöfe sowie die Endhaltestelle des Postautos. Kurz danach ist Schluss. Zumindest für Autofahrer. Für sie ist das Safiental eine Sackgasse. Wer hier weiterkommen will, muss die Wanderschuhe oder das Mountainbike dabeihaben. Und das lohnt sich: Denn die Wanderwege und Biketrails, zum Beispiel über den Tomülpass nach Vals oder den Safierberg nach Splügen, hat man meist fast für sich alleine.

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Medien
Walserweg

Unser Etappenvorschlag führt in dreieinhalb Stunden von Turrahus nach Safien Platz. Zu den Höhepunkten unterwegs zählen die charakteristischen Safier Ställe, die Kirche in Thalkirch und natürlich die wunderbare Aussicht übers Tal.

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Camana im Safiental, Graubünden
Sagenweg

Mit illustrierten Tafeln wird entlang der dritten Etappe des Walserweg Safiental auf die Sagen zum «Wildmannli» hingewiesen. In der App des Naturparks Beverin können Sie sich die Sagen anhören oder sie im «Sagenbüchlein» nachlesen.

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Zimmer im Gasslihof
Gasslihof

Marco und Ursina Waldburger-Reber haben ihr Walser Bauernhaus in ein Gasthaus umgebaut. Entstanden sind vier gemütliche und komfortable Zimmer für zwölf Gäste. Im Nebenhaus stehen weitere Einzel- und Doppelzimmer mit Etagenbädern zur Verfügung.

Digital Detox im Safiental (© Nicole Bittger)
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Erlebnisbericht

Abseits der Grossstadt.

Digital Detox im Safiental

Ohne Handy und Laptop macht sich Nicole Bittger – selbsternannter digitaler Junkie – auf, um das Safiental analog zu erleben.

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Karte Standort Safiental

Beratung und Anreise

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