Wo Steinbock und Murmeltier sich «Gute Nacht» sagen.
Versteckte Täler
Nur per Seilbahn erreichbar.
Val Calanca
Für das zweite Tal geht es in den Süden; über den San-Bernardino-Pass ins italienischsprachige Graubünden. Hier liegt die Val Calanca, ein Seitental des Misox. Seine Flanken sind so steil, dass man in dieser Gegend auch noch Anfang des 20. Jahrhunderts, als überall sonst Strassen für Autos gebaut wurden, auf den Warentransport mit Maultieren setzte.
Zu den Dörfern Landarenca und Braggio führen bis heute keine asphaltierten Strassen. Man erreicht sie mit Seilbahnen oder wie anno dazumal zu Fuss über die alten Säumerwege. Weil diese Pfade so lange benutzt wurden, sind sie in der Val Calanca besonders gut erhalten. Zudem verbinden sie ein kleines Dorf mit dem nächsten und bieten dadurch das perfekte Wegenetz, um das Tal zu Fuss zu erkunden. Das kann man zum Beispiel auf der Via Calanca machen. Sie führt in drei Etappen vom letzten Dorf Rossa bis zum Talausgang bei Grono.